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Worauf konzentrierst du dich ?

Wenn du aufstehst, wie beginnt dein Tag? Frühstückst du? Gehst du dann zur Arbeit, oder gehst du lernen? Spazierst du auf dem Weg ? Was dominiert dabei deine Gedanken? Schaltest du komplett ab? Als ich gestern über den Arzt sprach, der einen Menschen rettete habe ich vieles gesagt, vieles nicht gesagt. Ich möchte heute über den Arzt sprechen, damit ich die Frage um die Ambition beenden kann, erstmal.

Erinnern wir uns an das Beispiel zurück: Es ging um einen Arzt, der in seinem Job alles und es für seine Berufung hielt, Menschen zu retten. Das tat er durch seinen Beruf. Der Arzt wusste, dass er nicht alle Menschen retten konnte, doch konnte er diejenigen retten, die sich unmittelbar in seiner Obhut oder auf seinem Operationstisch befanden. 
Die Message dahinter war so denkbar einfach wie möglich. Die Akzeptanz darüber, wen man retten kann und wen nicht. Um das ganze aber etwa allgemeiner zu formulieren: Die Frage darüber, was man schaffen kann und was man nicht schaffen kann. Und um zu verstehen, was man schaffen kann, ist folgender Gedanke wichtig: Du kannst alles schaffen! 

Gehen wir für einen Moment mal für einen Moment davon aus, dass du Ziele hast, frage dich. Wie kannst du sie erreichen. Entscheidend dabei ist die Differenzierung! Solange du darüber nachdenkst, wie du etwas schaffen kannst, schließt dein Kopf automatisch aus, ob du etwas schaffen kannst. Schließlich gehst du davon aus, dass dein Ziel möglich ist! Selbst wenn du Astronaut werden willst oder ein Mittel zu einer Krankheitsbekämpfung finden oder einfach das Leben eines Menschen verändern willst: Wer sagt, dass das Ziel unmöglich ist? Die Anderen, die Mitmenschen? Ob Freund oder Feind? Hat der Mitmensch das Ziel erreicht oder die Unmöglichkeit bestätigen können, um dir mit Gewissheit sagen zu können, was Sache ist? Es ist natürlich eine Hemmung. Wenn man darüber nachdenkt, dass es Menschen gibt die bewusst gegen das vielleicht eigene Lebenswerk sind, dann ist der Gedanke schmerzhaft. Aber dieser Gedanke darf nicht trüben! 
Egal, was du vorhast, es ist nicht unmöglich! Vorausgesetzt du versuchst nicht Naturgesetze zu brechen, aber darum geht es ja auch nicht. Aber mach dir richtig bewusst, wie möglich das ist, was du tust und schaffen kannst! 

Irgendwann sind unsere Augen gänzlich zu. Selbst mit einem Leben nach dem Tod. All das, was ist, sein wird und war, alles irdische zumindest, wird vergehen. Begreife das! Memento Mori - Gedenke zu sterben. Der Tod ist nichts schlimmes. Er gehört zum Leben, also fürchtet euch nicht. Aber was bedeutet das für uns? Zeitdruck? Ja! Aber aus welcher Perspektive? Es bedeutet nicht, sich zu viel aufzubürden, schaffen zu wollen oder sollen, aber lediglich den Moment zu verstehen und im Moment zu schaffen, was man schaffen kann.
Ich mache das mal ganz pragmatisch. Falls ihr mal im Verkauf gearbeitet habt, dann werdet ihr vielleicht mal mit sowas wie Kundenkarten konfrontiert werden. Passt auf.
Jedes Mal wenn ich diese Karten anbiete könnte ich das Würgen kriegen. Es ist eine Karte, die einem Punkte für Vergünstigungen kriegt, ja der Vorteil ist mir klar. Nur die Perspektive. Es gibt genug Menschen, die aufgrund solcher Karten Streit anzetteln und sich dem mehr widmen als sich selbst.
Wie es ein Titel von Shakespeares Werken ausdrückt, handelt es sich im Alltag der Menschen meist mehr um "Viel Lärm um nichts" als um Substanz, Geist und Berufung. Stell dir einen Job in einer Redaktion vor, in dem du ständig Zeitpläne und Stilpläne einhalten musst, anstatt dich zu entfalten?

Ich will hier nicht über eine Form von Selbstsucht reden, in der der Mensch sich auf sich selbst konzentriert und nichts weiter tut, sondern verweisen auf Berufung und Fähigkeiten. Nicht weiter!
Selbstsucht ist nichts, was ich würdigen würde, nein, aber um die soll es nicht gehen. Denk doch mal anders drüber nach! Wenn du einen Menschen in deinem Umfeld kennst, der richtig Kraft ausstrahlt in dem was er tut, und obendrein auch noch begabt ist, sollte man diesen Menschen aufhalten? Ich möchte noch weiter gehen. Hätte man Goethe einsperren und sagen sollen: "Ein Teil von Faust reicht uns, wir brauchen keine Fortsetzung?" Es ist nicht so, dass die Begabungen das Leben komplett einnehmen sollen, aber es geht darum sich darauf konzentrieren zu können, was man kann vs die Realität, die einen von seiner Begabung trennt. Und vielleicht waren die Kundenkarten und die Redaktion keine guten Beispiele. Aber dann denk für eine Sekunde an alles im Leben, was du beiläufig, tust. Seien es Floskeln bei Whatsapp, oder von höheren Dimensionen, wie der Gesellschaft beispielsweise, geordnete Handlungen und Entscheidungen, die dich dazu verleiten: Die Wahrheit ist, dass wir mehr Zeit verlieren, weil wir sie nicht nutzen, und weniger weil wir sie entzogen bekommen.
Wenn du weißt, wozu du berufen bist, wieso solltest du etwas tun, was dich von dem weg bewegt? Es klingt schon merkwürdig zu lesen. Es ist wie die Werbung in einem Film. Und fast wie in dieser Angelegenheit konzentriert man sich mehr auf die Werbung als auf den Film.

Wenn man für einen Moment zusammenzählt und aufhört Zeit mit Dingen zu verbringen, die man nicht mal braucht (!), die einen nicht weiterbringen - ja vielleicht konzentrierst du dich zu sehr auf vergangenes - dann würde extrem viel Zeit bleiben! Ich persönlich hasse Smalltalk. Ich finde ihn nicht nur langweilig sondern unbrauchbar und darüber hinaus viel zu oberflächlich. Wenn ich nichts zu sagen habe halte ich lieber den Mund, wenn das auch für unangenehme Stimmungen sorgen kann.
Doch es ist nicht nur mit dem getan, was wir tun und nicht tun, sondern mit dem warum beginnt die Hürde erst: Warum konzentrieren wir uns nicht auf das Wesentliche? Warum sorgen wir dafür, dass Angst (vielleicht) stärker ist als unser Antrieb? Die Fragen kann ich nicht beantworten. Ich kann nicht mit dem Finger auf andere zeigen und sagen "das ist es!", sondern muss gestehen, ich kann es nicht sagen. Aber selbst, wenn wir für einen Moment auf unsere Berufung verzichten und schauen, worauf man sich generell konzentrieren kann (Familie, Ausbildung, Mitmenschen), was bleibt? Theoretisch ist unser Kopf mit mehr Müll gefüllt als einem lieb ist! Ja wirklich. Konzentrierst du dich für einen Moment auf die wichtigen Dinge, und die hängen teilweise vom Menschen ab, was bleibt? Ist die Kundenkarte wichtig? Ist der Arbeitsstress wichtig? Ist der nächste Star Wars Streifen wichtig? Mir geht es hier um das Wort wichtig, weil man herausfinden muss, was wichtig bedeutet. Selbst, wenn dich ein Film prägt, ist es am Ende nur ein Film. Stell es dir vor wie mit Theorie.

Wenn man eine theoretische Frage stellt, dann kann eine theoretische Frage aus verschiedenen Perspektiven mit verschiedenen Antworten immer noch als "richtig" oder "falsch" beantwortet werden. Entscheidend ist an den Fragen nicht, das sie beantwortbar sind oder nicht, sondern der Konsens, ohne den man die Frage nicht beantworten könnte! Deshalb Ist es wichtig zu begreifen, dass Wichtigkeit messbar ist. Selbst wenn nicht, wird sie irgendwann zumindest spürbar sein. Der Mensch ist nicht dumm, eigentlich nicht. Er ist dumm genug für Dinge, aber nicht dumm. Es existiert ein weit verbreitetes Phänomen, dass ein Mensch erst realisiert, was er hat, wenn er es verliert. Das mag zwar so sein. Aber es ist Unsinn. Nicht, weil es unrealistisch ist, sondern weil es die größte Form von Ironie im Leben eines Menschen sein kann. Mach es dir mal so klar wie es geht! Du hast im JETZT die Chance alles so zu setzen wie es zu einer Wahrheit werden kann! Diese Sendungen wie wir sie aus Vox, RTL II etc. kennen sind so dermaßen illusionistisch, so benebelnd! Denn wenn du nicht weiter kommst, dann hat das alles nur einen einzigen Grund. Du nimmst dich selbst nicht mehr ernst.

Effektiv brauchst du nur eine Sache, um loszulegen. Eine Idee. Selbst wenn du das nicht hast, dann gib dir die Zeit, dich zu finden, und nicht dem Trott hallo zu sagen. Achte mal in deinem Alltag, woran du den Trott erkennen kannst. Wenn man nur über sich redet, ohne dabei etwas mit Substanz zu sprechen. Wenn man sich nicht zu Wahrheiten bekennt und eine robuste Oberflächlichkeit aufträgt. Es ist mehr Stärke, Schwäche durch Unwissenheit zu erlangen, während man sich zu diesen Schwächen bekennt, als sich stark aufzuführen und da eigene, wahre Ich, anzulügen. Und digga, ich  gebe es ja zu. Unsere Welt findet Oberflächlichkeit gut. Aber diese Welt, dieser Wert: Darf er da Leben und das Geschenk der Besonderheit übersteigen? Schließlich sind wir nicht nur durch unser Können befähigt, sondern durch unser bloßes Sein schon! Weil wir leben können wir schaffen. Wer will schon sagen: Weil ich lebe, werde ich dieses Leben in Müdigkeit und Tod verbringen! Wer möchte das schon sagen?
Es gibt vieles, was ich gerne sagen würde, differenzieren würde. Es ist nicht so, dass alles schwarz und weiß ist. Aber es ist fundamental wichtig (!) zu unterscheiden zwischen dem, was dich schlafen lässt, und dem, was deinen Körper richtig aufpumpen lässt! Keine blinde Motivation, sondern Bewusstsein für deine Möglichkeiten! Es gibt durchaus Künstler, dich ich beeindruckend finde, und zu gerne würde ich hier mehr sagen. Aber die Message ist mir viel wichtiger als hier einfach ein Bekenntnis über einen 2pac  zu offenbaren.

Sobald du aber eine Vorstellung hast, wenigstens eine Vorstellung, nimm es in die Hand. Ich habe einen guten Freund, der Moslem ist. Es heißt, dass der Koran nur im Arabischen komplett verstanden werden kann, da andere Formulierungen und Übersetzungen die Worte verfälschen würden. Mein Freund ist sich dessen bewusst, und bereits sprachen wir darüber. Er sagt selbst von sich, das er arabisch als Sprache in Angriff nehmen sollte, um seinen Glauben besser zu verstehen.
Dieses Beispiel ist mir wegen 2 Sachen extrem wichtig.
1. Er hat eine Vorstellung von dem, was er schaffen will. Unabhängig davon, wohin ihn da führt, weiß er zumindest (!) - und diese zumindest ist so viel mehr wert als einige nur aus Beruf und Müdigkeit bestehende Lebensläufe - wie sein Weg aussieht. Es geht von Anfang an nicht darum binnen eines Gedankens seinen kompletten Lebensweg zu ermitteln, aber sich selbst seine Richtung und damit den Charakter zu geben, den man als Mensch verdient. Stell dir mal vor, du hat einen guten Freund, den du nur anhand von oberflächlichen Kriterien begreifen kannst. Der bloße Gedanke, sich darüber im Klaren zu sein, dass diese Person nicht an mehr gemessen werden kann ist eine krasse Ansage.
2. Die Vorstellung von einer Sache bedeutet die Möglichkeit, etwas in Angriff nehmen zu können. In diesem Beispiel ist klar. Er kann noch so viel tun und machen wie er möchte. Wenn er aber seinen Glauben, damit vielleicht ich selbst und einen nicht kleinen Teil der Weltgeschichte kennen lernen will, bleibt ihm nichts übrig, sich mit der Materie auf die Art auseinander zu setzen, wie dort steht.
Ich muss hier einfach noch mal auf Einstein verweisen, der schon vor Generationen sagte, das der Wahnsinn darin besteht, etwas immer auf die gleiche Art und Weise zu tun und trotzdem ein neues Ergebnis zu erwarten.

Ich will es anders ausdrücken. Alle Menschen, die was großes geschafft haben, sind auch nur Menschen. Aber sie sind auch Menschen! Du musst nicht Flügel haben, Elemente bändigen oder viel Geld haben. Du musst einfach du selbst sein. Offen und ehrlich mit deiner Vision umgehen und stolz auf Stärken wie Schwächen gleichermaßen sein! Die Welt um uns gehört zu uns. Aber das bedeutet auch, dass auf jeden, der nicht an dich glaubt, immer jemand da sein wird, der an dich glauben wird. Doch ist nicht die Frage, wer an dich glaubt, sondern ob du - entgegen aller Hindernisse - zu dir finden wirst. Stell dir mal jemanden vor, der in einer Partei ist, deren Ideale er nicht vertritt, oder einen Gläubigen, der nicht daran wächst. Es scheint nur eine formelle Auseinandersetzung zu sein und das wird es auch! Wenn du nach einem Wunder suchen willst, dann erkenne das Wunder an, das du selbst bist! Und ich will noch weiter gehen. Stell dir eine Menschenmenge vor, in der es Stress gibt, oder eine Situation, in der du Zeuge von Unrecht bist. Wenn du nicht un der Lage bist, den Mund aufzumachen, wenn es drauf ankommt, dann wirst du nichts aus dir machen können. Und krieg das nicht in den falschen Hals. Etwas aufzustauen und dann den Mund aufzumachen, das ist kein Mut. Ich meine die bewusste und nicht explosive Auseinandersetzung mit Problemen.

Bevor du dich für entscheidest. Ja selbst bevor du dich für große Themen der Welt entscheidest: Entscheide dich erst dafür, zu leben. Wenn du dich nicht bewusst mit deinem Leben auseinandersetzt, dann wirst du nirgends ankommen. Es ist leicht. Youtube, Instagram, Snapchat oder wie das heißt, Facebook, Videospiele teilweise, Gruppenzwänge, soziale Erwünschtheit? Traumatische Erlebnisse, ja es gibt allein täglich unzählige Ereignisse, die dich von dir, von deinem Verstand trennen. Aber worauf wirst du dich konzentrieren? Auf das, was dich abhält, oder auf das, was dich leben lässt?
So rhetorisch diese Frage ist, so hart ist der Kampf. Es wird Veränderung bedeuten. Es wird Kampf bedeuten. Ja vielleicht werden dir Menschen sagen, du seist nicht mehr du selbst? Aber wer sagt dir, dass du nicht endlich zu dir finden wirst?
Wenn du realisierst, das aus einem Zustand Stagnation wird, dann wirst du verstehen, was ich meine. Der Ängstliche wird nicht weiter kommen. Rette dein Leben.

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