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An die Menschen, die wir sind !

Wenn ein Mensch stirbt, ist es eine Tragödie. Wenn tausend Menschen sterben, ist es eine Statistik. Im nicht ansatzweise korrekten Wortlaut beschrieb Stalin seinerzeit etwas, worüber sich der einzelne Mensch heute nicht bewusst ist. Wir unterscheiden zwischen Freunden und Fremden, Familie und Feind, guten Menschen und bösen Menschen, und so weiter. Auch bei der Rasse hören wir nicht auf. Schwarze und Weiße, Chinesen und Japaner, Türken und Armenier, völlig egal. Liegt der Unterschied aber in der Unterteilung, oder dem, was wir mit der Unterscheidung ausdrücken möchten? Du musst weder lästern noch sonstwas, sondern dir nur darüber im Klaren sein, ob du auch zu dieser Sorte Mensch gehört, oder nicht. Und wenn du noch nie jemand auf einer Ebene wegen irgendwas diskriminiert hast, dann bin ich überrascht und froh. Aber sei ehrlich zu dir. Hier mein Punkt.

Woher kam der Mensch? Wie wurde dieser Mensch, den du vielleicht diskriminiert hast, geboren? Schwangerschaft, Sex, einem Liebe ausdrückenden Akt, mit dem Kind als Symbol dieser Liebe. Klingt poetisch? Ist eigentlich so beabsichtigt. Nicht von mir. Aber Sex zwischen Mann und Frau ist sehr intim, lass dich nicht durch Pornographie oder Alltagsperversion trüben. Und wenn wir noch ein Stück weiter gehen wollen und du dich fragst, warum ich Mann und Frau sage: Nur aus dem Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau erlaubt es der Frau nach dem Akt, schwanger zu werden. Also lies hier keine Homosexuellen - Feindlichkeit heraus. Um die geht es nicht. 
Mir ist dieser Punkt deshalb wichtig, weil ich sagen möchte. Jedes Mal, wenn wir mit einem Mensch ungerecht, falsch und böse umgehen ( Und Selbstgefälligkeit ist keine Form von Gerechtigkeit ), muss uns klar sein, was wir tun. Es geht immer um eine Person die, wie jeder Mensch, geliebt wird. 

Lass dir das auf der Zunge zergehen. Es geht immer um einen Menschen, der geliebt wird. Also selbst wenn diese Person Unrecht tut, selbst wenn diese Person von Natur aus böse ist. Es gleichermaßen zu vergelten würde bedeuten einem Wesen, das geliebt wird, Leid anzutun. Ich mache es jetzt ganz beispielhaft. Stell dir eine Person vor, die du auf irgendeine Art und Weise verletzt hast. Physisch oder psychisch, das spielt jetzt keine Rolle. Vielleicht bist du ein Typ der regelmäßig Pornos schaut? Vielleicht bist du ein regelmäßig lästerndes Mädchen? Und jetzt mach dir bitte ganz bewusst, dass die Person, die das Ziel deiner Begierden, Gräueltaten und Konsumgier ist, geliebt wird. Nach Hause geht und geliebt wird und liebt, Profil und Charakter hat. Mehr als das, was du glaubst zu sehen! Selbst unsere liebsten Menschen messen wir manchmal nur nach dem was wir sehen, ohne sie danach zu messen, wer sie in ihrer Fülle sind! Hattest du noch nie einen Freund, den du Jahre kanntest und wahre Seiten erst viel später erfahren durftest? 

Gehen wir den Weg etwas weiter und fragen uns, wie wahrscheinlich es sogar war, dass ein mensch als der geboren wird, der er ist? Wie wahrscheinlich war jenes Unikat, über das du lästerst, herziehst, falsch denkst, urteilst? Wenn wir eine aufgeklärte Gesellschaft sind sollten wir ausreichend aufgeklärt sein zu akzeptieren, dass wir gleichermaßen eine Wegwerfgesellschaft sind. Dabei ist das keine Frage darüber, ob ich die Gesellschaft kritisieren will, sondern etwa gänzlich anderes:
Jeder Mensch, ob es einem gefällt oder nicht, ist auf seine Art und Weise einzigartig, einzigartig wertvoll, einzigartig gemacht, einzigartig geliebt, einzigartig begabt. Und jetzt stelle ich folgende Frage: Was wäre, nur für einen Moment angenommen, wenn wir Menschen uns alle in Liebe begegnen könnten? Ich meine damit nicht eine Form der Freude vortäuschen, sondern wirklich in Liebe begegnen könnten? Bevor du dir das Recht nimmst zu sagen, sowas geht nicht, versuche es dir vorzustellen! Diese Realität, für die Menschen draußen teilweise kämpfen oder ihr Leben ließen, stell sie dir vor! Es würde Ehrlichkeit und Teilhabe im Alltag bedeuten, Ruhe und gemeinsame Kraft, Freude aneinander! Menschen wären frei von Zwängen und Druck, die Lasten wären nicht annähernd so erdrückend wie sie heute Existenzen buchstäblich ausradieren. Und selbst im Alltag schafft es der aufrichtigste Mensch unter uns nicht, nach so einem Ideal zu leben. Er schafft es einfach nicht. 

Diese Welt ist aufs äußerste verdorben. Kleine und große Konflikte sind Produkte unserer Unfähigkeit. Die größten Geschenke an die Menschheit, die Natur und das Leben selbst, zerstören wir in Bruchteilen von Sekunden. Ja wir haben die Bedeutung von Leben und Tod nicht annähernd verstanden. Selbst ein Mensch der sich als Gläubig bezeichnet ist nicht frei davon, ist er lediglich ein "Sünder mit Privilegien" wenn man so will. Und so wird vor sich hin vegetiert, bis das Leben irgendwann vorbei ist, und man nichts verstanden hat. In Großstädten, in denen man nicht Welt sondern Marke sieht. Die meisten Lichter, die die Aufmerksamkeit auf einen ziehen sind Marken verdammt. Wir schauen uns im TV Klischees an. Schon bei der kleinsten Form fordernder Frage werden Menschen defensiv. Es ist nicht traurig, es ist ein Tragödie. Das größte Geschenk des Seins ist eine Tragödie. Wenn das bis hierhin deprimierend klingt, dann mach dir eines klar: Ich zähle nicht einfach negative Sachen auf, weil ich Bock habe, sondern weil all das Teil des Alltages ist. Zu realisieren wie viel nicht stimmt wirft nicht einfach die Frage danach auf, was stimmt, oder was man tun muss, sondern was da bedeutet! 

Es gibt Momente, da frage ich mich, ob ich ein Verrückter in einer Masse bin, die die Vernunft längst in sich trägt, die Wahrheit eigentlich wissend. Es wäre fast blasphemisch einfach sich zu wünschen, es gäbe diese Form von Konflikten nicht, alles sei gut und fruchtbar. Aber so ist die Welt nicht. Und jedes Mal, wenn ich diese Wahrheit anerkenne verstehe ich die Blindheit der Welt immer mehr. Wie viele Menschen sind schon aufrichtige Kämpfer? Diejenigen, die man historisch kennt wurden getötet. Viele weitere wurden gar nicht erst verstanden, andere wiederum gaben irgendwann auf. Es ist der gefährlichste und ehrwürdigste Kampf, den man bestreiten kann. Ehrwürdig, weil es bedeutet, mutig genug zu sein, der Welt in Wahrheit und Kraft zu begegnen. Weil es bedeutet sich von Lasten und Lügen zu trennen. Gefährlich, weil man vielleicht nie Ruhm einernten wird, vielleicht ja selbst nie Erfolg erzielen wird, und weil der Gegner so viel größer ist als man selbst. Es wirkt wie ein Kampf, den man nicht gewinnen kann. Deshalb ist die Gefahr dahinter die denkbar größte. Die Form von Besessenheit, in eine Schlacht zu gehen, die nicht zu gewinnen scheint. Aber kannst du aufgeben? Kannst du in deinen Alltag zurück? 

Kannst du nicht. Wer verstanden hat, was passiert und die nötige Freiheit erlangt hat, Stärke zu haben, der wird nicht zurück können. Stell es dir vor wie die Person, die sich im Job unwohl fühlt und deshalb aufhört und nach ihrer Berufung sucht. Egal, wie oft sie zurück zu dem Job ginge, sie würde niemals glücklich dort werden, wissend, es war nie das Richtige für sie. Und hier ist das nicht anders. Wenn du richtig und falsch unterscheiden kannst, aber im Falschen wandelst, wirst du selbst zugrunde gehen, weil du die Antwort längst weißt. Kein Mensch trägt bei 2+2= 5 ein, wenn er weiß, dass 4 das richtige Ergebnis ist. Natürlich ist der Unterschied klar. Aber es gibt einen Point of no Return. Wenn du ihn dir nicht eingestehen möchtest, dann triffst du die Entscheidung deines Lebens, die dich zerstören wird, nach und nach. Bis zu dem Punkt, an dem du zum Schatten wirst, ja vielleicht ein Toter unter den Lebenden wirst. 
In den letzten Beiträgen schrieb ich darüber, sich überhaupt zu dem Kampf bewusst zu entscheiden. Heute will ich erklären was es bedeutet, zu kämpfen. Und wer könnte das beste Beispiel sein,wenn nicht ich selbst. An mir kann ich Erfahrungen nennen, die mich bewusst zu dem bewegt haben, was ich heute formuliere.  Ich möchte mit meinem Weg in den Abgrund beginnen.

Ich möchte sie nicht vergessen, niemanden. Es sind Gesichter von Menschen, deren Namen ich nicht mal kenne, Namen wiederum, die so flüchtig in mein Leben traten, dass ich sie wie einen Kunden vergessen könnte. Aber es sind diese Menschen an die ich mich erinnere, wenn ich vergesse, was mein Kampf bedeutet. Ich erinnere mich an frühere Beiträge, da erklärte ich meinen tiefen Hass gegen die von Menschen konstruierten Systeme, und noch heute ist dieser Hass Teil meines Lebens. Es ist nicht die Ungerechtigkeit, die ich so verabscheue, sondern der Umgang mit der Ungerechtigkeit. Der herrschende Umgang. Selbst für mich als jemanden, der gläubig ist, fällt diese Akzeptanz abnormal schwer. Ich finde keinen Ausdruck für das täglich wehrende Unrecht. 
Und doch. Es ist nicht nur das Unrecht, sondern meine entschlafene Motivation zu kämpfen, die ich bedaure. Kein Selbstmitleid, nein. Doch die zu späte Erkenntnis über so vieles, was ich hätte schaffen können und nicht geschafft habe. Der Joker sagte mal: "All it takes is one bad day to reduce the sanest man alive to lunacy." 
Zwar aus Comics, doch braucht man nicht weit weg schauen. In der Realität kann man auch Zitate finden. Die Philosophie der heutigen Zeit geht stellenweise so weit zu behaupten, dass der Mensch ohne Struktur seinen Verstand verlieren wird.
Aber welchen Wert hat das? Welchen Wert hat dieses bisschen Verstand, wenn man sich nicht darüber im Klaren ist, welche Ungleichheiten auf dieser Welt so erdrückend starke Einflüsse ausüben?

Ich kann es sogar verstehen. Ich verstehe jeden einzelnen Menschen, der sich zu schade ist, zu kämpfen. Jeden Menschen, der die Augen verschließt, zu seinem eigenen Wohl. Doch ist die Ironie dahinter, dass wir uns damit mehr schaden als helfen. Wie können wir bereit sein für Dinge, wenn wir der Realität selbst nicht in die Augen schauen können? Es ist keine Form von Provokation, die ich hier ausüben möchte. Aber es ist ein Appell. Das Leben verschlossen zu leben, und damit meine ich, der Realität abzukehren, das ist vielleicht attraktiv. Aber wie wird man darüber sprechen, wenn der Tod sich nähert?
Im innersten Herzen wünsche ich mir nichts mehr als Frieden für jeden Menschen. Eine Form von Liebe, wie ich sie nur wenige Absätze weiter oben beschrieb. Mir geht es in der Ungleichheit und Ungerechtigkeit nicht nur um die Menschen, die flüchten, sondern auch um diejenigen, die ihre Seele aufgeben. Um diejenigen, die den Kommerz, den Konsum und den Komfort annehmen. Um diejenigen, die sich für intelligent halten aber außer Hetzerei nichts beherrschen, und um die Dummen, die glauben intelligent zu sein. Am Liebsten würde ich alle retten, so schnell ich kann. Gäbe es eine magische Formel dafür, ich würde sie sofort nutzen. Denn egal, wie verletzend Sätze sind wie "Du bist kein Held" oder "Gerechtigkeit wird es nie geben". Diese Worte kommen aus Mündern von jenen, die aufgegeben haben. Also will ich ich beleidigt sein, oder um diejenigen kämpfen, die nicht länger kämpfen können?

Lange lief ich umher und fragte mich, wie ich retten kann und soll. Und vielleicht fragst du dich auch, wie du aus einer Situation herauskommen kannst und Dinge angehen sollst, die dir wichtig sind? Mittlerweile habe ich gelernt, das es zwei Formen von Konfrontation gibt. Es gibt Begegnungen, die bereichern unser Leben durch Freude und Langlebigkeit. Wie eine gesunde Freundschaft, wenn man so will, oder ein erfüllender Job. Die zweite Option sind die Begegnungen, an denen wir merken, das wir fehl am Platz sind. Ja buchstäblich Dinge, die wir nicht tun wollen / sollen / können. Wenn du für etwas keine Begabung hast findest du das auch erst dadurch heraus, das du probierst. Man kann da Zweite als "Verschwendung" auffassen, aber im Nachhinein versteht man den Sinn dieser Begegnung sicherlich besser. Entscheidend ist zu realisieren und zu handeln. Denn egal, was du tun möchtest, also geistlich und seelisch, einer höheren Sache dienend, wenn man so will: Man wird keine Einstellung der Welt durch lediglich eine Sache ausdrücken können.
D.h. Wenn du dich für die Umwelt einsetzen willst, oder wie ich dem Menschen widmen möchtest, dann kannst du zwar Erzieher, Forscher oder einfach nur Verkäufer sein: Aber der Beruf selbst wird nie das gesamte Maß deines Zieles einfangen können. Menschen können im Beruf komplett aufgehen, aber das bedeutet nicht das gleiche, wie den Beruf für die eigene Berufung zu nutzen!
Wenn wir Dinge wie Bildung, Arbeit, Hobbies, Beziehung und alles andere, was das Leben definiert, in Kategorien packen, können wir diese Kategorien in Kästen verwandeln. Stellt euch ein Blatt Papier vor, auf dem ein Strichmännchen vor sich unendliche Kästchen hat und ein Kästchen in das Nächste führt. Die Kästchen sind durch die Ränder voneinander getrennt. Es wäre töricht, sich lediglich einen zu schnappen, wenn erst das gesamte Bündel das Leben ergibt. Und deshalb ist es umso wichtiger zu verstehen, dass wir nicht einfach im Beruf, sondern im Leben aufblühen müssen für die großen Ziele!
Wenn du also aufgegeben hast, dann ist das aller Erste, was getan werden muss, das Bewusstsein in Richtung Sieg zu lenken! Es hilft nicht, einen Abend in der Woche zu haben, in dem man komplett aufblüht, nur um dann die gesamte restliche Woche in seinem Trott weiter zu versinken. Oder in der bloßen Alltagsblindheit! Wenn man behauptet, dass der wichtigste Schritt der bloße Schritt also ist, dann ist da was wahres dran! Dieses Bisschen positive Einstellung über den gesamten Alltag verteilt kann Leben bereits ins Positive ändern! Man muss seine Haare nicht neu färben keine Liste für das nächste Jahr darüber erstellen, was man tun oder nicht mehr tun will. Sondern einfach nur seinen Kopf frei machen und positiv denken. Es wird an der Realität nichts ändern. Aber das bedeutet nicht, dass man nicht positiv über Dinge denken kann! Es ist wie mit Essen! Ob es dir schmeckt oder nicht, liegt an dir. Aber Essen ist da und wird dich sättigen.

Der nächste Schritte ist der Schwere, das gebe ich zu. Es bedeutet Veränderung und Mut, mehr als nur das Ändern der Einstellung. Denn jetzt folgt die Tat! Und ich habe hier mehr als nur eine Frage an dich.
Wirst du bereit sein, Dinge aufzugeben? Wirst du bereit sein, bereit zu sein ? Wirst du in der Lage sein auf einem Weg zu wandeln, der dich vielleicht immer wieder zurück führt? Wirst du bereit sein aufzustehen, egal wie oft du fällst? Kannst du das alles?
Es ist eine Form von Geschwindigkeit die dich zwingt schneller zu sein denn je, aber diese Geschwindigkeit als natürlich zu empfinden. Leid wird zu Mut, und Mut formt die Welt.
Ich muss mir darüber im Klaren sein, dass die Arbeit und die Tätigkeiten, die ich ausübe nicht das sind, was ich mir vorstelle. Und ich verstehe darunter nicht eine bloße Änderung zu meinem inneren Wohl, sondern eine Veränderung zum Wohle der Ziele, für die ich leben und sterben möchte. Wenn du weißt, was zu tun ist, dann bleib nicht dort stehen, wo du nicht hin gehörst, oder nichts erreichen kannst! Auch wenn nur deine Kraft dich antreibt, dann diese Kraft alles in Bewegung setzen, um dich dort hin zu führen, wo du gebraucht wirst. Wo du als der, der du bist, mit Gaben und Fähigkeiten das Maximum schaffen kannst!
Und es ist schwer, das gebe ich zu. Du wirst Gemeinschaft, Freunde und Familie vielleicht aufgeben für das, wofür du hier bist. Aber wenn du bereit bist alles aufs Spiel zu setzen, ja selbst dich, dann wird dein Gewinn unbeschreiblich größer sein, als das, was du zu riskieren wagtest.

Diese Form von Besessenheit ist es, die Veränderung schafft! Wenn man sich die Helden der Weltgeschichte ansieht waren es nie die Leisen oder die Stummen, die Mitläufer oder Lästerer. Nein, die Macher und Visionäre, Träumer und Schaffer, sie haben diese Welt bewegt. Der Alltag bewegt die Welt nicht. Die Stagnation kann nicht mal als eine euphemistische Rotation von Handlungen formuliert werden!

Als in meiner Familie der finanzielle Ruin drohte, war es um mich geschehen. Ich warf meine Ideale und Träume weg, weil ich auf mich alleine gestellt war und keine Hilfe hatte. Selbst Freunde hörten, doch was konnten sie schon tun, die eigene Familie sich auch nicht besser über die Situation bewusst. In mir stieg eine Wut empor. Eine Wut auf jene, die diese innere Einsamkeit auslösten. Doch mehr als alles auf mich selbst, weil ich mich freiwillig geschwächt und den Zustand zugelassen hatte.
Im Herzen gab ich mein Bestreben zu helfen und den Weg eines Menschen zu gehen, der für die Liebe lebt, nicht auf. Doch nach und nach warf ich mich weg, tat Handlungen, auf die man nicht ehrenvoll zurückblicken kann. Meine Arbeit machte mich unzufrieden, konnte ich da weniger tun als vorher, und zu allem Übel gab mein Geist auf. Die Politik wurde zu einem Wechselspiel von Dumm und Dümmer, Hetzerei dominierte die Ebene, die mehr schaffen könnte als irgendeine andere. Der G20 Gipfel, die Referenden, ja die Bundestagswahl, es sind eindeutige Ergebnisse und Handlungen.
In all diesem Wirrwar enttäuschte ich mich darin, nichts zu tun. Und deshalb erinnerte ich mich zurück. An Antonino, der eine neue Chance erhielt. An Laurenz, der seinen Freund im Herzen behielt. Ich dachte an Justus, dem ich beibrachte, mutig zu sein, oder die fremde Frau, der ich durch die Blumen seit langem ein Lächeln schenken durfte. Es hört sich nach kleinen Namen an, kleinen Taten. Doch ich habe für niemanden jemals einen bestimmten Job oder Bildungsgrad erstrebt, sondern immer nur das richtige Herz. Das richtige Herz, handeln zu können, wenn es gebraucht wird.
Es ist wahr, dass man niemals alles schaffen können wird. Aber wenn das bedeutet, die eigenen Ziele zu senken, dann wird man noch weniger schaffen! Setze die hohe Ziele und schaffe mehr!
Wenn du reparieren möchtest, dann darfst du doch nicht kaputt gehen! Und das geniale an der Geschichte. Hoffnung stirbt niemals. Erst neulich erzählte mir ein Freund, wie er endlich wieder seinem Wunschtraum nachjagen wollte. Ich weiß nicht, was daraus wird. Aber wenn sein Herz dafür schlägt, wird er es schaffen.

Ich habe heute viel Affekt und Gefühle mit einbezogen in das Schreiben. ich weiß. Ich hoffe ihr versteht meine Ausdrücke. Aber das, was ich mitgeben möchte ist: Steh immer wieder auf für das, wofür sich dein Kampf lohnt. Für das eine Leben, dass du dafür hast! Die Ehre und die Liebe in deinen Taten wird Dinge verändern können. Ich verspreche dir. Wenn du dein im Trott entschlafenes Ich aufgibst für den Menschen, der du wirklich bist, dann wirst du ein Held sein! 

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