Donnerstag, 25. Mai 2017

Das Potenzial, für das es sich zu leben lohnt.

Erinnert ihr euch noch an die Geschichte von dem Nazi und dem Linken? Falls nicht, habe ich hier einen Reminder. Ich glaube, diese Geschichte ist die beste Möglichkeit, wieder einzusteigen. 

Vor vielen Jahren befand ich mich in der Jugendgruppe. in einer Jugendgruppe der Linken. Wir trafen uns jeden Donnerstag und sprachen über Inhalte, bildeten uns weiter, planten zukünftige Arbeiten. Mal waren wir mehr und mal weniger Teilnehmer. Es war eine vergleichsweise spannende Zeit. Aber rückblickend muss ich mir eingestehen, war mehr Drang als Tat im Spiel. Aber das war okay. Wir waren Jugendliche, der Lernprozess im Vordergrund. Ich hatte andere Aufgaben, durch die ich gelerntes ausüben konnte. An einem Tag, der unmittelbar auf den Tag folgte, an dem Nazis durch Hamburg marschieren durften, erschien in der Zeitung ein Artikel über "Linken Vandalismus". 
Beispielhaft dafür führte die Zeitung an dem Tag auf, welche Delikte Linke ausgeführt hatten, die sie damit rechtfertigten, dass Nazis marschieren durften. 
Ich frage mich noch bis heute, wie man so rechtfertigt, Mülleimer anzuzünden, aber das sei mal dahingestellt. Darum geht es an dieser Stelle auch nicht. Wir sprachen über rechte Bewegungen und dann äußerte ein etwas älterer Typ bei uns, dass er einen Nazi verprügeln würde, wenn er ihn sehen würde. Einfach weil er ein Nazi ist. Auch wenn dieser Satz Zuspruch bei den Mitgliedern unserer Truppe fand, war ich erschüttert und dachte nochmal darüber nach. Und dann nochmal. Dann fragte ich, vielleicht in einem schon zu offensichtlichen Ton: "Der Nazi, der Menschen diskriminiert und verletzt, weil sie oberflächlich anders sind und so den Rassismus erzeugt, den würdest du auch deshalb verletzten, weil er er ist, wer ist? Inwieweit unterscheiden wir uns, wenn wir hier dann sitzen, von dem Nazi?" 
Der Mann antwortete seinerzeit mit einem euphorischen "Ja!!". Gut, ob zwei Ausrufungszeichen darin involviert waren, das weiß ich nicht. Aber mir war an dem Tag klar, dass keine Form solcher Überzeugung, ob links oder rechts, wenn ihre Polarisierung sie nur in eine gleiche Einstellung führt, einen Gedanken oder Energie wert ist. Stellt es euch vor wie mit einer Kälteverbrennung. Nur im Sinne des Begriffes. Ob durch Hitze oder durch Kälte, wir erheben in dem Fall immer noch das Wort Verbrennung. 
Damit möchte ich hier niemandem zur politischen Mitte raten. Aber die Frage danach stellen, ob ein solches Ziel auf die Art und Weise, wie ich es an dem Abend erfuhr überhaupt lobenswert ist? Ob ein solches Ziel es wert ist, alles dafür zu geben? Wenn man doch für Gleichheit kämpfen möchte, und doch ein Feindbild bewusst auskostet. Meine Antwort darauf ist bis heute, nein. Und es geht hier nicht darum, ob meine Meinung einfach durch mein subjektives Wahrnehmen äußerer Einflüsse eine Rechtfertigung ist, Dinge abzulehnen. Sondern die Frage nach gesundem Verstanden und der Bitte zu hinterfragen welchen Unterschied ich erheben kann, wenn ich genau das Tue, was ich zu besiegen versuche? 

Warum mir das Thema so eklig aufstößt ist nicht nur die Angelegenheit in der Politik, sondern auch faktisch, nein, beispielhaft in Religion. An dieser Stelle würde ich eher Glauben sagen, aber das ist es nicht. 
Wisst ihr, ich bin nicht im Glauben aufgewachsen. Im Gegenteil. Ich lernte diese Art zu leben erst sehr spät kennen. Nichts schlechtes, zeigte es mir mein vorheriges Leben bewusster auf. Aber ich bin auch dankbar dafür. Menschen werden in ihrer Kindheit schon in Gemeinden gesteckt, nehmen die Normen und Vorstellungen direkt mit. Manchmal frage ich mich, ob das gut für die Kinder ist oder nicht. Ich möchte das nicht beurteilen, fasst diese Worte daher bitte eher als Gedankengang auf. Doch wenn ich im Kindesalter beginnend etwas lerne ohne die Wahl zu haben, Lebe ich dann Glauben? Beziehungsweise, kann ich verstehen, was ich lebe? Es ist ein bisschen wie die Geburt des Menschen. Aus territorialer Sicht, wie aus jeder anderen auch. Wir suchen uns nicht aus, wo, wie, wann geboren werden. Der Vergleich hinkt natürlich ein wenig. Das bedeutet nun nicht, dass wir uns einfach einer fiktiven Sache widmen und einfach glauben. Glauben wir aber, was wir glauben, weil wir uns bewusst dafür entscheiden, oder weil jemand für uns die Entscheidung durch Taten traf? Natürlich werden Menschen älter und denken anders über Dinge nach. Und das Kind völlig isoliert zu lassen wäre wohl auch nicht richtig. Aber kommen wir zu dem, worauf ich eigentlich hinarbeiten möchte.
Ich bin wie gesagt nicht von Anbeginn meines Lebens im Glauben gewesen. Und während ich sowas wie Jediismus oder - wie heißt diese Tom Cruise Gruppe nochmal (?) - für nicht relevant halte, ist es meine Pflicht herauszufinden, was ich glaube, und warum andere anderes glauben. Schnittstellen zu erarbeiten und mich, meine Mitmenschen und den Glauben selbst besser kennen zu lernen. 
So etwas zu wagen kann Angst erregen, keine Frage. Man bewegt sich in unsicheren Territorien und man weiß nicht, bei welcher Antwort man landen wird. Ganz zu schweigen, ob einem die Antworten gefallen werden. Ich recherchierte die Frage danach, warum ein Moslem, nach dem Koran, die Kreuzigung von Jesus Christus anzweifeln kann, und es tut. Ich fand eine Antwort, mit der man arbeiten konnte. Aber wer hätte es gedacht, ich fand mehr als das. In einem Artikel spricht eine Person - Ich möchte mich an dieser Stelle wegen der mangelhafte Quellenangabe entschuldigen, aber das ist nur ein Blog der vor allem Gedanken illustrieren soll - darüber, dass der Islam Teufelswerk sei, und böses verkörpere. Gut, die Aussage mal so stehen lassend möchte ich mich für eine Sekunde frage, inwieweit solche Aussagen, ansatzweise dem zusprechen, was jemand, der Jesus kennen gelernt hat, tun soll? Herrgott, es gibt Christen, die andere Christen im öffentlichen Netz für bloße Zweifel diskriminieren! Auch hier möchte ich anmerken, dass ich weder pro Islam oder pro Christentum als Religionen argumentieren möchte. Die Welt hat bereits gezeigt, was religiöse und politische Instrumentalisierung schaffen können. 

Macht mich das jetzt zu jemandem, der "anti - alles" ist? Ich möchte das mit einer Gegenfrage beantworten. Würdest du, wenn du den Partner deines Lebens getroffen hast, auf andere schauen wollen, oder in Erwägung ziehen, Ehebruch zu begehen? Natürlich ist die Zukunft ungewiss, aber das ist gewiss keine Absicht, die man hegen sollte, wenn man einander das "Ja - Wort" gibt. Und genau darauf möchte ich hinaus. Ich habe eben große Beispiele genannt, weil diese Themen die Welt schließlich bewegen. Auf kleineren Ebenen sind diese Fälle aber auch reell, vielleicht sogar in deinem Alltag? 
Stell es dir vielleicht an die selbst oder bei anderen vor. Ein Mensch, gefüllt mit Überzeugungen oder einer Lebenseinstellung, die dann zu Temperament oder Indifferenz wird, wenn ein wer dem nicht zustimmt? Ich möchte es gerne allgemein halten, da selbst beispiele die Erklärung nicht verbessern würden. Sie reicht so. Wie oft sucht man sich Vorbilder oder Wahrheiten, Realitäten, weil sie gerade der Situation passen, dem Komfort dienen, oder einem Zuspruch für Lebenssituationen geben? Doch reicht dieser Maßstab? Reicht es mir wirklich zu sagen: "Weil ich A aus B's Mund gehört habe, oder A gelesen habe, bin ich zufrieden." 
Die Welt ist so einfach, wie kompliziert sie ist. Wir suchen Vorbilder, wir suchen Stützen und Ziele, die uns motivieren, dran zu bleiben an dem, was wir tun. Aber in dem Moment, wo wir uns unsere Gedanken nach Herausforderungen zurecht biegen ist es nicht getan! 

Der Verschluss gegenüber dem Leben und der Art und Weise wie man lebt ist genau die Form von Blindheit, die man dadurch erzeugt. Und zu was diese Blindheit führt ist an den Beispielen, die ich schilderte recht leicht zu erkennen. Vielleicht bist du im Kopf nicht in der Lage, den Gedanken zu folgen und fragst dich jetzt, ob ich eine politische oder religiöse Diskussion aufmachen will. Aber vor allem möchte ich fragen, was das Ziel ist. Es geht hier nicht darum, irgendjemanden zu irgendwas zu bekehren, für Jesus zu werben, oder für eine Partei. Nein, ich will nur, dass du die Augen aufmachst. 
Wofür du dich dann entscheidest zu handeln oder zu denken, das wird sich dann zeigen. An dieser Stelle möchte ich von einem Freund erzählen. Diesmal ohne Namen. Wenn er das ließt, wird er wissen, dass ich ihn meine.

Mein Freund erlitt vor wenigen Jahren einen harten Schicksalsschlag und verlor ein Familienmitglied. Damit leben zu müssen ist schwer, das gebe ich zu. Der Gedanke allein beängstigend. Es ist oft einfach gesagt, weshalb ich hier sagen möchte. Ich wüsste nicht, wie ich beim Verlust eines mir so nahen Menschen mit der Situation umgehen würde. Obwohl ich viele Menschen schon verlor, ist es nie das selbe Gefühl. Aber hier geht es nicht um mich. Mein Freund erzählte mir von all den Dingen, die er tun will. Die er nicht schafft, weil er, plump ausgedrückt, nicht kann. das sagt er zumindest über sich selbst. Er macht sich aus Trauer und Angst, unfähig. 
Die Zeit muss sich schwer für ihn angefühlt haben, da er seine Freundin sich von ihm trennte und er selbst wohl auch nicht mehr viel aus sich tat. Sei es Weiterbildung oder bloße Arbeitssuche. Die Schritte waren schwer. Fielen ihm schwer. 
Gestern schrieb er mir folgende Zeilen: Einfach nur zu sitzen ändert nichts. So sehr du dir Veränderung wünschst, sie wird nicht einfach auf dich niederprasseln, wie Regenwasser auf dem saftig-grünen Laub einer großen Eiche. Du musst dir die Veränderung erarbeiten, indem du jeden Tag aufstehst und jeden Tag zu deinem kleinen Setzling gehst und ihm ein Hauch Leben schenkst und ihm sein Wasser gibst. Das Leben ist wie ein Baum, mal verwelken ein paar Blätter, mal wird der Baum krank. Mal wird der Baum verletzt, aber er schafft es doch immer und immer wieder sich zu heilen und zu wachsen. Groß zu werden, die Äste (Hände) in den Himmel zu strecken und zu sagen : "Ich habe es geschafft." Ein Baum wird groß, aber nicht allein. Ein Mensch wird Groß, aber nicht allein. Du musst dir deine Stärken erarbeiten, du musst wissen wer du bist und wie du mit deiner Umgebung klar kommst. Ein Baum, der immer im Trockenen sitzt, wird auch irgendwann anfangen eine lange Wurzel zu wachsen, die bis zum Wasser auf der anderen Seite reicht. Sei stark, sei dir selbst bewusst was du bist, wer du bist und wer du sein willst. Du bist im Stande es zu verändern. Aber nur wenn du es wirklich willst. Also geh jetzt raus und mach es!

Ich fragte ihn während des Gespräches, was diese Worte bedeuteten. Und er sagte mir, dass diese Worte Gedanken seien, die er tun will. Und bei dem Wort begann und hörte auch alles auf. Wollen.
Er erzählt oft über die Dinge, die er tun will. Meistens, und das ist das, was mir persönlich das Herz brach, machte er sich über die Konsequenzen dessen, was er will, keine Gedanken, solange sein Wille stark genug war, das Ziel als richtig anzuerkennen. Aber, und hier kommt etwas, wo selbst ich mich oft ermahnen muss und frage. Ist ein Ziel lobenswert, weil ich davon überzeugt bin? 
In einem früheren Artikel, schrieb ich mal, wie wichtig Überzeugung ist. Dem würde ich selbst heute nicht widersprechen. Aber mein Freund verlor etwas wichtigeres als er sich aufgab. Seine Fähigkeit zu handeln. Ich meine damit nicht, die Dinge zu tun, die er einfach tun will, sondern mehr. 
Stellen wir uns mal alle für einen Moment vor, in unserem Leben passiert etwas gravierendes. Hab bitte keine Angst vor diesem Gedanken. Was wird dieser neue Umstand, etwas am Umstand der Welt ändern? Wird die Welt sich zu drehen aufhören? Werden Menschen von heute auf morgen böser? Es mag sein, dass unsere Vorstellungen und Wahrnehmungen von Dingen rotieren werden. Aber entscheidend ist nur, ob das ein Hindernis wird? Mein Freund befindet sich in einer Situation, in der er sich selber nicht die Chance gibt, sein Leben in die Hand zu nehmen. Er bleibt extrem lange wach, ist nicht motiviert, und hat auch keine Pläne. Das ist allerdings nicht negativ, weil diese Gegebenheiten negativ sind, sondern weil er sie erzeugt. Ich möchte die Situation zuspitzen. Wird dein Leben nach dem gravierenden Erlebnis wieder besser, weil du es aus den Rudern geraten lässt? Selbstverständlich nicht! Solche Sachen können schon durch sich häufende Kleinigkeiten zur Norm werden, zur Realität. 

Vielleicht ist die Situation in deiner Familie keine Gute. Selbst wenn sie gut ist, bleib bitte dran. Stell dir vor, du wächst damit auf, keine Unterstützung zu kriegen, vielleicht physisch wie verbal degradiert und entmutigt zu werden. Es sei mal dahingestellt, ob es eine natürlich Konsequenz gibt, durch die man ein Feindbild in Form seiner Familie entwickelt. Aber stellen wir uns für eine Minute vor, als Außenstehende. "Das gesamte Leben dieser Person beruhte auf einem Feindbild." 
Hört es da auf? Nein. Es gibt zahlreiche, endlose Situationen. Ob ich in einer Beziehung keine Kraft mehr habe. Ob ich arbeitslos bin und nicht weiter weiß. Du weißt besser als jeder andere, was los ist. 
Auch diese Dinge können Blindheit erzeugen. 

Ich sollte langsam zu dem Punkt kommen, an dem ich erkläre, worauf ich hinaus möchte. 

Ich bin ein Typ, der Angst vor dem Sterben hat. Der unheimlich wenig vom Leben versteht. Vielleicht im direkten Vergleich zu andren mehr. Aber in dem Spektrum in dem ich denke, bin ich weit davon entfernt zu verstehen, was ich zu verstehen versuche. Das ist keine Einladung an dich, dich für intelligenter zu halten. Ich habe auch Schwierigkeiten in vielen Bereichen. Die möchte ich nicht an einem Standard festmachen. Aber wenn ich sie als Schwierigkeit bezeichne, dann weil es  für eine Erwartung nicht reicht. Selbst, wenn es meine eigene ist. Aber das ist gut.
Früher dachte ich, dass man durch Überzeugung im Leben alles bestehen kann. Heute weiß ich. Dem ist nicht so. Überzeugung wird mich nicht vor Fehlern schützen, nicht vor Blindheit. Überzeugung macht niemanden zu einem besseren Menschen. Es ist eine Eigenschaft, die Mensche mitzieht und motiviert. Aber da hört es auch schon auf. Wenn es einem nicht gut geht, dann ist es damit nicht getan, sich einfach positive Dinge schön zu denken und danach wieder das zu tun, was man generell tut. 

In vergangener Zeit bin ich vielen neuen und alten Gesichtern begegnet, die eine Geschichte erzählten, und oft genug die Gleiche. Eine Geschichte von Kraftlosigkeit. Eine Geschichte darüber, wie man Dinge aus Gründen nicht länger tat. Man war unfähig. Aber war man das, weil man wirklich kraftlos war, oder weil man sich nicht die Chance gab? An dieser Stelle möchte ich unterscheiden zwischen zwei Sorten von Menschen. 
Die erste Sorte ist die Sorte von Mensch, welche die Kraftlosigkeit einfach annimmt. Man erkennt schnell, was aus dieser Person wird. Wo Augen buchstäblich tot aussehen, oder sie nicht länger sie selbst sind. Es ist keine Kritik an diese Lebensform. Aber eine Form, die den Kampf in dem entscheidenden Moment aufgegeben hat. 
Die Zweite ist diejenige Sorte, die ich beeindruckend finde, wenngleich sie die ist, welche mehr Leid erfahren wird. Es ist die Sorte von Mensch, welche die Hürde der Vergebung zu überwinden versucht. Vielleicht fühlst du dich in einer Lebenssituation in der du erkennst, dass aus dir ein Wesen ohne Geist wird, ohne Substanz. Jemand der aufgibt. Vielleicht, ohne es sich eingestehen zu wollen. 
Und je weiter wir das spinnen desto klarer werden Dinge. Du beginnst Dinge zu sagen und zu tun, die du nicht tun möchtest, oder sagen möchtest. Du wirst jemand anders. Wenn du in diesen Momenten spürst, wie fehlerhaft dein Leben gerade ist, nicht länger durch den Ursprung, sondern durch deine Reaktion, dann wird es Zeit umzukehren. Warum ich von Vergebung spreche? 

Ich will dir an dieser Stelle weder Bibel noch Kreuz an die Hand drücken, dir keine Politik, geschweige denn die Auseinandersetzung damit aufdrücken. Nichts dergleichen. Um es in einem Satz zu formulieren: Ob wir wollen oder nicht: Nur weil das Leben begrenzt ist, bedeutet das nicht, dass die Dinge die uns passieren in unserem Ermessen immer gut sein müssen. 
Wir werden kämpfen müssen, ob für uns. Ob für Dinge, die richtig sind, wenn wir den richtigen Weg gefunden haben. Für so vieles, werden wir kämpfen müssen. Ich möchte dich herausfordern dir eine Frage zu stellen. Möchtest du dieses Leben in Trauer um das verbringen, was du aus eigener Blindheit nicht schaffst? Oder möchtest du aufstehen, und leben? Ich möchte nicht, dass du dich limitierst, weil du willst, und ich sage das ganz provokativ: Weil du willst(!), dass dich deine Umstände limitieren. Und ich verspreche dir jetzt hier, hoch und heilig. Ich habe auch diese Schwierigkeit. Ich habe Konflikte, bei denen ich mich frage, wieso ich immer blind genug bin in diese Spirale zu treten. Doch da einzutreten ist nicht das Problem! Denk darüber nach. Ich weiß nicht, wie alt du bist, während du diese Worte ließt. Aber glaubst du nicht, dass neue Hindernisse auf dich zukommen werden? Glaubst du nicht, dass das Leben mehr als nur deine jetzige Herausforderung auf dich zukommen lassen wird? Es steht außer Frage. Du darfst jetzt sofort sagen: "Ich kann nicht anders." Ich bin zu schwach. Wenn sich die Situation ändert, wird es mir besser gehen. Definitiv wird es dir besser gehen. Aber wirst du bei der nächsten Herausforderung den Schwanz wieder einziehen und warten? 

Versinke so tief du musst. Werde schwach. Ja gehe so weit, bis du erkennst, wie schwach und kompliziert die Realität und das bloße Leben sein kann. Aber wenn du diese Momente nicht nutzen wirst, um an ihnen zu wachsen, wenn du dir diese Chance nicht gibst; dir nicht vergibst, dass du schwach warst. Dann wirst du erblinden. Weil du dich unterkriegen lässt. Vor allem  aber weil du zulassen wirst, dass die Dinge - alles wunderbare, was dich auszeichnet - an dir vorbeiziehen werden. Mehr Menschen werden so leben, wie ich es jetzt erzähle, als jene, die ihre Augen und ihr Herz öffnen. Aber tue das nicht. Kehr um. Ich bin sicher, dass Überzeugung und Motivation aus einem einfachen Grund nicht das eigene Maß sein dürfen. 

Weil die Kraft von Worten, sich nicht durch die Lautstärke ausdrückt, in der du die Worte sprichst. Und wenn du so weit bist, auszubrechen zu versuchen. Dann wartet das Leben auf dich. Wenn es soweit ist, dann wirst du alles weitere kennen lernen. 



 

Dienstag, 14. März 2017

Die Welt adoptieren.

Oft habe ich einen ganz speziellen Tagtraum. Es ist ein Traum in weit ferner Zukunft. Genau genommen ist es kein stringenter Tagtraum, sondern verschiedene Szenarien, die gemeinsam ein großes Ganzes ergeben. 

Ich bin verheiratet. Meiner Frau kann ich kein Gesicht zuordnen, das ich kenne oder mal gesehen habe - selbst mein eigenes Gesicht ist nicht klar zu erkennen. Ich beobachte die Geschehnisse meiner Zukunft aus der Ferne. Aber es scheint, dass obwohl ich nichts wirklich zu erkennen vermag, meine Frau und ich ein eingespieltes Team sind. Als würden wir den gemeinsamen, gleichen Wunsch leben. Es ist schwer so eine Form von Einheit zu fassen glaube ich. Kompromissloses Vertrauen ineinander. Ich spüre, wie sich mein zukünftiges Ich und sie einander anlächeln und gemeinsam einen Weg bestreiten.
Wohin der Weg führt? Eigentlich einfach gesagt. Wir adoptieren ein Kind. Nicht Eines, sondern gleich Mehrere. Wir stellen sie unseren biologischen Kindern vor, und mit jedem Zeitsprung erleben wir gemeinsame Moment, als Familie. Die erste Schulaufführung, das gemeinsame Lernen von Sportarten, gemeinsame Urlaube. Wir sagen unseren Kindern, wie sehr wir jedes einzelne doch lieben, und so vergeht ein Szenario nach dem anderen. Es ist das wunderschönste, was ich träumen darf. 

Am liebsten würde ich alle Kinder dieser Welt adoptieren, die in Not sind. Nicht nur diejenigen Kinder, die Waisen sind. Sondern auch jene, denen es zu Hause nicht gut geht, die misshandelt und beleidigt werden. Denen kein Erwachsener sagt zu was sie doch fähig seien, und wie wertvoll sie doch sind. Die Realität ist natürlich eine andere, gnadenlos. 
Ich bin sicher, dass zumindest viele meiner Freunde genau wissen was ich meine, wenn ich jetzt behaupte, sie fühlen sich schlecht behandelt, haben manchmal sogar Mut und Kraft verloren, sind schlimmstenfalls Idealen nachgerannt, die von der Wahrheit ablenken sollen. 
Wenn wir genauer drüber nachdenken, möchte ich mir sogar die Freiheit nehmen, meine Wortwahl zu radikalisieren. Eltern, sobald sie anfangen ihren Kindern das Gefühl der Wertlosigkeit zu geben, haben mit großer Sicherheit etwas falsch gemacht. 

Stellt euch für einen Moment vor, ihr seid in einer enorm stressigen Situation. Die Situation ergibt sich durch Umstände, die für den Moment absolut nicht relevant sind. Allerdings ist der Umstand euch etwas zu viel. Als Ergebnis lasst ihr eure Wut und Nerven an jemandem aus. Sowas kann vorkommen - unabhängig davon, dass die Tat selbst einfach nicht richtig ist. 
Und Menschen sind auch nicht perfekt. Worauf ich damit hinaus will ist, dass selbst Eltern fehlerhaft sind. Das ist okay. Aber das ist kein Freischein dafür, das eigene Kind permanent zu schwächen. 
Ich bin richtig dankbar für all diejenigen, die eine gesunde Familie, auch mit Höhen und Tiefen haben. Aber einfach gesagt. Was tut ein Kind, wenn diejenigen Menschen, die dem Kind Hoffnung geben sollen, dem Kind seiner Hoffnungen berauben? 

Ich habe einen guten Freund, Kasimir heißt er. Der Mann ist obdachlos. Er ist 64 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Polen. Er sitzt an oft auf einer Straße, die in der Nähe einer zentralen Bahnstation ist. Ich erinnere mich mittlerweile gar nicht mehr daran, wie ich ihn kennen gelernt habe, aber hey, ist auch trivial. Auf viele Arten ist Kasimir aber ein Held für mich. Ihr müsst wissen. Vor zwei Wochen wurde Kasimir ausgeraubt. Klingt surreal oder? Ein Mann, der eh schon weniger als nichts hat, einfach ausgeraubt. Einen Tag später treffe ich ihn und erkenne seine Verletzungen. Er ist aufgewühlt und erzählt natürlich, seine Worte zwar in Verzweiflung gehüllt, doch nie ohne Hoffnung. Er fragt sich, warum es Menschen gibt, die dazu fähig sein können, jemanden zu berauben, der nichts hat. 
Ich verstehe ihn vollkommen und biete ihm meine Hilfe an. Meinetwegen wäre ich durch jedes Amt gelaufen, wenn es ihm ein wenig geholfen hätte. Er hört sich meine Worte an und bittet, dass ich mich zu ihm setze, und ich knie mich vor ihm , sodass wir auf gleicher Höhe miteinander Reden können. Der Mann legt seine Hand auf meiner Schulter und sagt; "Du bist ein guter Junge, aber ich werde das schaffen." Er beginnt über sein Leben zu erzählen. Ursprünglich kam er hierher um zu arbeiten, und seiner Tochter zu helfen. Und selbst im Alter von 64 Jahren will er alles Verlorene erarbeiten, um seine Tochter weiterhin unterstützen zu können. Mit dem restlichen Geld, was er übrig hatte, hatte er noch essen gekauft, um es unter den Obdachlosen seiner Umgebung zu verteilen. 
Seine Motive und Handlungen waren auf unendliche Arten und Weisen beeindruckend. Mir fehlen selbst jetzt noch die Worte für die Größe, die dieser Mann hat. 

Ich weiß nicht, in welcher Situation du dich befindest, wenn du diese Worte liest. Es kann sogar sehr gut sein, dass wir uns noch nicht mal kennen. Und das ist okay. Aber lass dir bitte einige Worte gesagt sein. 
Wenn es dir gut gehen darf. dann Halleluja Freund! Ich freue mich mit dir! Und ich bin richtig dankbar, dass du dich gut fühlen darfst! Was kann es schöneres geben? 
Wenn du zu der Sorte Mensch gehörst, die sich ungerecht behandelt fühlt. Dann sei bitte nicht wütend oder verbittert. Zum Wohle deiner Zukunft, deiner Persönlichkeit, gib dich nicht böser Gedanken hin. Niemand ist mit dem, was er tut alleine. Ich verspreche dir, dass du aufgefangen wirst. Weil du wunderschön bist, auch wenn man die hässlich nennt! Weil du besonders bist! Etwas ganz besonderes! Selbst, wenn dich niemand wahrnehmen sollte! Diese Welt wäre nicht die Gleiche, wenn es dich nicht geben würde. Ich kann dir nicht einfach meine reichen und dich hochziehen. Aber ich kann dich mit diesen Worten ermutigen und bitten, aufzustehen, bis du irgendwann genug Power hast, selbst anderen hoch zu helfen. Es liegt nicht an denen, die uns Schwächen, uns unsere Stärken aufzuzeigen. Wir sind fähig. Und unsere Kraft, unsere Freude und Geist, all diese Dinge ! Niemand wird uns diese Dinge nehmen können! Denk an die Personen, denen du was bedeutest! Die deine Veränderungen und dein Wachstum sehen! Die gemeinsam mit dir stärker werden! 



Ich muss zu guter Letzt auf die Verwendung von Cookies hinweisen, aber das ist dann wohl hiermit getan ! 

Aber dennoch. Bleib immer am Ball. Und gib niemals auf, wer du wirklich bist!

Samstag, 17. Dezember 2016

Unendliche Möglichkeiten

Stell es dir mal ganz bewusst vor. Eine Welt. Eine gemeinsame Welt. Frei von Leid und Qual, Streit und Konflikt, wo ein jeder leben und überleben kann. Eine Welt, in der wir uns nicht von Sorgen und Kämpfen, sondern von einem kollektiven Bewusstsein für Gemeinschaft treiben lassen. 

Vor einer ganzen Weile unterhielt ich mich mit meiner Schwester. Das war, nachdem in Frankreich die Anschläge im November statt hatten gefunden. Wir befanden uns in der Küche, und wir unterhielten uns über die vergangenen Tage. Nicht zuletzt, weil auch wir Verwandte in Paris hatten. Das Gespräch war sehr angeheizt, die Anspannung in der Luft kaum auszuhalten. Sie sagte zu mir, dass sowas mittlerweile, also Anschläge und Terror zum Alltag gehörten, und das Bewusstsein schon fast normal sei. Irgendetwas in mir konnte nicht anders, als auf die Worte von ihr sauer zu werden. 
Ich brüllte fast: "Findest du das normal, weil man uns glauben lassen will, dass Terror normal ist?"
Ich will hier nicht über Konstruktivismus sprechen, sondern über ein Bewusstsein. Nehmen wir für einen Moment alles in diesem Leben, alle Erlebnisse und Geschehnisse als normal an. Belügen wir uns dann nicht selbst? So viele Lücken in Forschung, Kultur und Recht. Wie könnte man im Ansatz behaupten, dass unser Leben  normal ist, wo in anderen Orten der Welt ein Alltag aus Flucht und Krieg die Norm ist? Mit welchem Recht will ich behaupten, dass alles was passiert normal ist, weil es ist, wie es ist?  

Diese Aussage halte ich für die frechste Form einer Ausrede, die es auf diese Welt geschafft hat.
- "Ich kann die Welt nicht ändern." 
- "Ich kann das nicht schaffen."
Aussagen dieses Kalibers sprechen von einer immensen Unsicherheit. Wem steht es schließlich zu zu behaupten, wer wozu fähig ist, und wozu nicht? 
Als ich in der vierten Klasse mein Zeugnis erhielt, wurde in dem Zeugnis darüber entschieden, ob ich fähig sei, ein Gymnasium zu besuchen, oder eine Realschule, oder eine Hauptschule eben. Im Alter von 10 sollten Fremde, die weder meine Fähigkeiten noch meine Schwächen effektiv kannten entscheiden, zu was ich in Zukunft fähig sein würde. Retrospektiv unfassbar. Damals sagte man zu mir, ich würde das Abitur vielleicht nicht schaffen, eine Realschule sei realistisch. Schwachköpfe. Nicht die Lehrer, was können die schon dafür. Aber das System, das kann etwas dafür. 
Für mich spielt es keine Rolle, wer es behauptet, ein Zeugnis, Mitmenschen, Freunde wie Feinde oder Familie. Oder gar man selbst? Niemand! Absolut niemand (!) hat das Recht dir zu sagen, zu was du fähig bist, oder nicht. 

Oft ist dies nicht anders als die Tatsache, Angst zu haben, ist Angst schließlich nichts anderes als eine Fessel die unsere Handlungen trübt. Eine Barriere über das hinauszugehen, wozu wir fähig sind. 
Und die Wahrheit ist, niemand ist frei von Angst. Dennoch. Wir haben stets die Wahl. Die Wahl darüber uns klar zu machen, was wir tun wollen mit der Angst. Du hast Angst davor frei zu sprechen, vor Leuten? Du hast Angst davor ein hübsches Mädchen anzusprechen? Du hast Angst gerade zu stehen für deine Taten? Du hast vielleicht sogar nur Angst vor der Zukunft? 
Aber was hast du zu verlieren? Benebelnde Werte wie Stolz? Vergleich das mit jemandem, der sich nicht raus traut. Wenn du auf ewig in deinem Raum gefangen bist, wie willst du wissen, wie es draußen ist? Wie wirst du frei von Angst, wenn du nicht handelst? Wenn wir die Wahl zu handeln haben, wie gewinnt Angst? 
Oft sind wir nur unmittelbaren Konfrontationen ausgesetzt, mit schier wenig Bewusstsein für die Substanz die hinter den Sorgen steckt. Ich bin übrigens auf das Gymnasium gegangen. Schlimme Zeit. Die Spanisch- Kurse waren super.

Indem wir die Wahl haben, uns allem zu stellen, was uns aufhält, uns schwächt und verzweifeln lässt, sind wir befähigt viel Wachstum und Bewusstsein zu erlangen, für unser gesamtes Leben. Früher oder später müssen wir das sogar. Dreht den Spieß doch einen Moment mal um. Willst du, jedes Mal aufs Neue eine gleiche Sorge zum Feind haben - der dich auf den Boden wirft, weil du ihn nicht besiegen kannst? Möchtest du in Absoluten leben, um Herausforderungen zu umgehen? Bist du damit zufrieden, dich selbst als Mittelmaß bezeichnen zu wollen? Und hier geht es mir nicht um Banalitäten wie Reputation, Ansehen oder Geld. Nein, es geht mir vor allem um den Mann oder um die Frau, die Person, die du sein kannst! 
Ich habe einen Bekannten in meinem Umfeld, und ich sinniere gerade darüber, wie ich dieses Beispiel bereits ein Mal hatte verwendet. Dieser Kollege ist ein herzensguter Mensch, aber zählt für sich die Dinge auf, die gerade gut laufen, und wenn alles gerade passt, tja. Dann ist alles super. Ich erinnere mich daran, wie er ein Mal in Schwierigkeiten war mit einer Situation in seinem Leben, die aber recht leicht lösbar war, wie sich im Nachhinein herausstellte. Dennoch vernichtete ihn der Umstand. Er wurde unkonzentriert, unfähig. Erst nachdem sich die Sorge löste, ging es ihm wieder besser. Manch einer darf nun fragen, wo das Problem ist. Ich frage mich, wie fragil muss ein Leben sein, wenn die Umstände nur an einer Aufzählung guter und schlechter Dinge gemessen, und weniger an dem eigenen Geist gemessen werden können? Natürlich ist das Management des Lebens wichtig, aber das allein ist einfach nicht alles. Wenn das Bewusstsein für den Geist sich nicht weitet, schon in so frühen Jahren stagniert. Wie fähig bin ich als erwachsener Mann? Sind wir von der Selbstverständlichkeit alles Positiven so dermaßen getrieben, dass wir die eigene Dankbarkeit nicht anerkennen können? 

Früher gab es im Fernsehen die Sitcom, die Nanny. Dabei ging es um eine Frau in New York, die von ihrem Arbeitgeber gefeuert wird, von ihrem Verlobten liegen gelassen wird. Sie wird als Nanny bei einem Broadway Produzenten in Manhatten eingestellt. Na jedenfalls. Diese Frau, Fran Fine, hat eine Großmutter. In einer Folge, und lasst mich lügen, ich erinnere mich nicht mehr genau an die Szene, da lesen beide gemeinsam die morgendliche Zeitung. Es stellt sich nun heraus, dass sich die Großmutter richtig freut. Nicht weil etwas besonderes passieren wird, sondern weil sie noch lebt. Der Witz ergibt sich hier daraus, dass sie nicht in der Totenanzeige angegeben wird. Sie jubelt richtig darüber, morgen einen neuen Tag zu erleben. Ich habe mich richtig gefreut in der Szene. Ich meine. Im Grunde geht es doch um nichts anderes! Man kann mir nicht sagen, dass Kinder und Alte es besonders leicht haben, weil sie besonders ehrlich sind. Die einzige Wahrheit ist das fragile Verhalten vermeintlich aufgeklärter Teilnehmer unserer Gesellschaft. Wo Pornographie anerkannt und als humoristisches Mittel Wirkung findet, wo soziales Verhalten großer Politiker nur oberflächlich an einem Schleier radikaler perforierten Rassismus trifft. Ich lass mir nichts erzählen. Hier wird über Solidarität gesprochen, über Menschenwürde und Sicherheit. Und kaum  ein Bruchteil unserer Gesellschaft schafft es sich an die Wertvorstellungen zu halten, die unsere Erde so viel schöner, so viel gerechter aussehen lassen könnten. 

Dabei ist es, wie die Großmutter wunderbar zeigt. Kein Prestige, kein Stolz, kein Geld. Mit all diesen Dingen wird kein Herz reich an Wärme, an innerer Stärke. Wir erkennen Normalität lieber in Dingen, die unser kollektives Bewusstsein schwächen ehe wir anerkennen, wozu wir imstande sind. 
Die Welt in allen Angelegenheit als Selbstverständlich zu nehmen, als normal, nein. Vielleicht als das zu akzeptieren was sie ist, das wäre mir eine Einigung, die in Ordnung ginge. Aber bevor du einen Traum verloren lassen gehst, den nächsten Porno schaust, oder einfach nur schlecht über wen redest. 
Wisse, du kannst besser, nicht besser als andere. Aber besser als das sich selbst schwächende Ich. Bevor du dich fragst, warum du etwas tust, warum tust du es nicht? Wenn wir für einen Moment auf das vergessen, was uns ein Hindernis ist, ganz gleich wie stark. Zu wie vielen Handlungen wären wir eigentlich möglich? Die Möglichkeiten sind unzählbar sage ich euch! Nehmt nichts für selbstverständlich, und gebt alles. Es ist die größte Illusion unseres Bewusstseins, dass Warten oder innerer Halt uns weiter führt. Je mehr Zeit wir uns lassen, desto weniger bleibt uns im Endeffekt. Und damit meine ich keinen Druck, sondern viel eher das Bewusstsein dafür, dem eigenen Selbst die Chance zu dem zu geben, was es verdient hat. Eine Chance.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Ein Traum ist keine Selbstsucht!

Hast du Träume und Ziele, für die du kämpfen willst? Sei es ein Beruf, oder eine Lebenseinstellung, ein Rekord, Charaktereigenschaften, Liebe? Wenn du so weit bist, dass du Träume hast und diese dein Leben bewusst beeinflussen, ließ weiter! Ich bitte dich!
Und jetzt mach dir ganz bewusst. Es ist ein Privileg, diesen Träumen nachjagen zu dürfen. In einer Welt voller Verfolgung, Obdachlosigkeit - wo Menschen täglich ums überleben kämpfen müssen und nicht wirklich "leben" als Geschenk empfinden dürfen, da darf ich in meinem Zimmer über ein Thema philosophieren, ein anderer "holt sich vielleicht einen runter" weil er nichts besseres mit seiner Zeit anzufangen weiß. Aber kurzum. Wir müssen nicht um das Überleben kämpfen. 
Das ist etwas, etwas so unglaublich schwer zu verstehendes, aber umso kostbarer, sobald verstanden. Wer Armut kennt und jetzt nicht länger in diesem gefangen ist, der versteht das vielleicht. Aber ich finde es wichtig sich vor Augen zu führen, wie gut wir es eigentlich haben. 

Bei unserem Rewe in der Nähe, das ist ein Lebensmittelgeschäft, kommt eine obdachlose Frau täglich vorbei und bittet um etwas essen. Sie versteht unsere Sprache nicht, hat eine Krankheit an den Augen. Zugegeben mache ich mir große Sorgen, ob sie im Herbst und Winter durchkommen wird. Ich bin mir der systematischen Spendensammler aus dem Ausland bewusst, die im Untergrund vernetzt sind. Sie gehört allerdings nicht dazu, soviel habe ich erfahren können, weil ich sie eines Nachts, auf dem Weg nach Hause, auf der Straße hab schlafen sehen. Sie ist kein seltener Fall, sondern, so bitter diese Worte in der Aussprache erscheinen, eine Regelmäßigkeit in unserer Gesellschaft. Aber ich möchte sie nicht bemitleiden. Das darf ich nicht! Ich muss Verantwortung zeigen. Ich habe für mich beschlossen, mein Heim zu würdigen und jedes Essen, jedes Schlafen in einem warmen Bett, jede Dusche, ganz gleich, zu würdigen und dankbar zu sein. Wenn ich das nicht bin, verdiene ich dieses Leben nicht ansatzweise. 
Ich spreche leider kein polnisch. Aber zu gerne hätte ich mich bei dieser Frau dafür bedankt, dass sie meine Gedanke in eine solche Richtung zu lenken schafft. 

Und jetzt stellt euch mal vor, dass diese Frau "nur" auf der Straße lebt. Ganz woanders hungern Menschen ganz anders, werden ausgebeutet, erleben Kriegszustände, wie wir sie nicht ansatzweise ergründen könnten. Mir ist scheiß egal, was wir durch Medienberichte erfahren. Ein Bericht wird niemals die Lebensumstände der Menschen ausreichend zusammenfassen können. 
Dann wären da wir. Europäisiert. In Institutionen auf Leistung gedrillt, ohne dabei unsere Fähigkeiten und Schwächen anzuerkennen und im Leben voran zu schreiten. Es ist eine Schande. Dabei müsste es eigentlich unsere Verantwortung sein, unsere Träume zu leben! Für all diejenigen, die ihre Chance nicht nutzen können, weil ihr Leben es ihnen nicht ermöglicht! 
Als ich in der vierten Klasse war erhielten wir damals Zeugnisse, die ein Schreiben darüber waren, welche Schullaufbahn wir einnehmen sollten. Anders formuliert. Je nach dem, wie die ersten vier Schuljahren verlaufen waren, entschied ein Komitee aus Lehrenden darüber, ob wir in die Real oder Hauptschule, oder das Gymnasium besuchen sollten. Findet ihr das richtig? 
ICH FINDE ES BEHINDERT ! Da sitzt ein Haufen Erwachsener und entscheidet doch einfach mal darüber, was aus gerade zehn jährigen Kindern werden soll? In einem Alter, wo sie gerade gelernt haben wie man nicht in der Öffentlichkeit furzt? Wo Klassen überfüllt sind und Lehrer unterbezahlt? Wer kann behaupten die Talente, jedes einzelnen Schülers erkannt zu haben? Darüber hinaus. ein Schreiben soll einfach nur für alle generalisierend zusammenfassen, was sein wird? Ein allgemeiner Erwartungshorizont für individuelle Kinder ? 

Das ist nur eines vieler Beispiele, die ich nach und nach könnte aufzählen. Aber am Liebsten möchte ich das anhand einer Geschichte, die ich selbst erlebt habe. Nein, ich denke an dieser Stelle sind fast zwei Geschichten besser. Vor vielen Jahren war ich bis in den Himmel und darüber hinaus verliebt. Die Gefühle, die ich für diese Person empfunden habe habe ich seither nie wieder für eine andere Person erleben dürfen, aber das ist eine andere Geschichte. Ich war früher ein, wie formuliere ich das möglichst dezent, ich war ein Idiot. Ich lief einem Ratschlag nach dem Nächsten hinterher und hielt Kontrolle stets für wichtiger als Vertrauen. Ein Mal trafen wir uns in der Gruppe mit ihren Freunden und mir.  Im Grunde beging ich dabei einen Fehler, den ich bis heute im Kopf habe. Ich meidete sie, weil mir das Umfeld unangenehm war. ich war zu  charakterschwach, um meine Gefühle diesem Umfeld gegenüber auszudrücken. Und warum? Weil das Leute waren, die über mich schlecht hätten denken können? Fremde, die ich über diese Person stellte? Wie peinlich ich mich damals angestellt haben muss. 
Eine zweite Geschichte liegt in gar nicht all zu ferner Zeit. 
Ich hatte vor einer Weile ein Gespräch mit einem Bekannten. Ich erzählte ihn von einem Projekt von mir. Jugendliche weiterbilden zu wollen, mit ihnen kritisch über Themen zu reden, ohne dass sie direkt in ein Denkschema kategorisiert würden. Ich wollte das tun, weil ich nicht glaube dass Parteien ein guter Anschluss, ehe man ein Verständnis für die richtige Zugehörigkeit hat. Man sollte sich nicht durch eine Partei, sondern durch die eigene Meinung zu identifizieren lernen. 
Er sagte, dass diese Aufgabe unmöglich sei, weil Politik ein korruptes Geschäft sei, und ich mir bewusst eine pinke Brille aufzusetzen versuche. Die Wahrheit ist. In dem Moment als er diese Worte sagte, war ich zu schwach, um zu reagieren. Selbst jetzt würde ich sagen, dass Schwäche in Ordnung ist. Aber wo hört sie auf? 

DORT, WO AUS DEM WAS ANDERE SAGEN EINE NEUE WAHRHEIT WIRD! Ich kann niemanden für das verurteilen, was er sagt oder tut. Weshalb sollte ich auch, es ist jedem ganz selbst überlassen. Aber als ich die Worte über Korruption in meinem Kopf durchging realisierte ich im weiteren Gedanken, wie egal es mir war, wie das Business zu laufen hatte! Politik mag meinetwegen korrupt sein, aber das bedeutet nicht, dass ich korrupt sein muss. Dass etwas ist wie es ist, bedeutet nicht, dass der Zustand normal ist! Und das gilt es zu verstehen! Wenn man nur akzeptiert, wie die Dinge laufen, wird man niemals so stark sein, Dinge so zu bewegen, wie man sie bewegen will! Wieso soll ich mich der Realität also beugen, wenn mein Glaube an etwas mögliches Stärke und neue Türen ermöglicht? Wenn ich besessen von Chancen sein kann, dann bin ich lieber das, als resigniert in die Perspektiven zu schauen, die man mir vorlegt. Lieber wische ich diese vom Tisch und stelle meine eigene Idee vor! 

Ein guter Bro von mir, Francesco heißt der Type, Moment. Ich möchte euch ein Mal vorstellen, wie der Junge seine Ex kennen gelernt hat. Er war in der Bahn, hörte seine Musik. Der Junge ist in einer Band, großer Musikliebhaber. In der Bahn setzt er dann eine Luftgitarre auf. Vielleicht kennt ihr das ja auch. Da ist ein Beat, und ihr wollte unbedingt zu dem abfeiern. Tja, Francesco war sich nicht zu schade, dass in der Bahn zu tun! Dann ist da dieses Mädchen, dass Zeugin wird, wie der Italiener in der Bahn abgeht. Boom, Gespräch. Das war es auch schon. 

Ich glaube. Wenn man im Leben an dem Punkt kommt das zu tun, was man liebt, dann strahlt man richtig. Das gilt für jeden. Dabei kommt es nicht mal drauf an, dass wir die Ziele in Angriff nehmen, die wir mit uns trugen, sondern erkennen, wo wir stehen wollen. Das erkennt man schon in den kleinsten Taten ganz einfach daran, dass man sich gut in dem fühlt was man tut, und worin nicht. Und wenn es auch nur die Art und Weise ist, in der man sich ausdrücken möchte. Jeder von uns hat dieses Recht. Scheißt auf die Gedanken, die euch die Gesellschaft einflößt, ob jemand zu dick oder dumm sei. Jeder von uns, wenn er das Recht auf Träume hat, hat auch das Recht auf Leben! Intoleranz ist eine Konstruktion. Stell dir für einen Moment vor, jemand würde schlecht über dich reden, weil du bist, wer du bist. Das ist nicht fair. Ja die Welt ist nicht fair! 

Deshalb möchte ich euch um etwas bitten! Für alle, die ihre Träume nicht leben können. Für alle, die den Glauben verloren haben. Gebt eure Träume nicht auf! Träumen bedeutet kämpfen! Den Traum anderen gegenüber zu verteidigen, niemals aufzugeben! Sich selbst in dieser vermüllten Gesellschaft voller Kurzzeitkonsum und Wegwerferei. Hört auf niemanden, der euch im Glauben lassen will, ihr könntet etwas nicht schaffen. Setzt die richtigen Ziele! Wir haben nur ein begrenztes Leben. Wenn ihr auf Momente zurückschaut, dann solltet ihr nicht an die Zeit denken, in der ihr nichts geschafft habt, sondern stolz sagen können, Zielen nachgejagt zu haben! 

Steve Jobs sprach in seiner mit Sicherheit populärsten Rede darüber, wie wichtig es ist, die eigene Sterblichkeit zu verstehen. Er sagte, dass wir eigentlich jeden Tag so leben sollen, als wäre er unser letzter. Und während das auch der Nickelback Frontsänger das auch schon sagte, ergänzt Steve Jobs hierbei, dass wir nicht einfach Freunde besuchen sollen und danken sollen für das Geschenk. Nein. Er sagt vor allem, dass wir an unseren Zielen so arbeiten sollen, als gäbe es keinen Morgen. 
Darin sehe ich eine große Bewunderung. Es geht hier nämlich NICHT um Perfektion in dem was wir tun, sondern dass wir etwas tun, Deshalb macht euch keine Sorgen darum, ob die Dinge klappen oder funktionieren. Eine geschlossene Tür bedeutet nur eine neue Tür! 

Mein Traum ist es, Menschen helfen zu können, ihre Träume und Potenzial zu erkennen! Und dazu muss ich mein eigenes erkennen! Ich will viele kleine Dinge ebenfalls schaffen. Geschichten schreiben, dienen dürfen. Freundlich und ehrlich leben, weit Weg von Angst, in Mut getaucht! 

Ich hoffe ganz ehrlich, dass jeder seinen Träumen nachgehen kann. Ich kann hier nicht mehr tun als zu schreiben und zu hoffen, dass diese Worte Herzen öffnen können. Und aus diesem Grund wird dieser Blog niemals sterben!

Dienstag, 6. September 2016

Du drehst dich weiter!

Ich muss jeden loben, der freiwillig einen Job an der Kasse eines großes Lebensmittelgeschäfts wie "Real", "Toom" oder "Kaufland" erträgt. Ich für meinen Teil würde den Job gar nicht durchführen können, weil ich nicht so viele Stunden auf meinem Arsch sitzen kann. Das ist mir enorm unangenehm, aber nicht der tatsächliche Grund- genauso wenig wie die alltägliche Dummheit eines 0815 profilierten Verbrauchers. Nein es geht hier eigentlich nur um die Fähigkeit, mit Stress umzugehen.

Ich musste neulich in Real einkaufen. Sicherlich kennt ihr das auch, wenn ihr sehr lange Schlange stehen müsst, obwohl ihr ne Kleinigkeit im Wert von 1-2 Euro kauft, oder? Ich war intelligent genug, mir die Rush Hour auszusuchen für den Einkauf. Es war ein Montag, an dem ich eh nicht länger was zu tun hatte, die Ferien sich aus Schlaf und Konsum zusammensetzend, doch wollte ich so schnell wie möglich diese Angelegenheit beenden. Ich suchte nach der schnellsten Kasse, nur um zu erkennen: "Die sind alle lahm." In diesem Sinne stellte ich mich an eine Kasse und wartete, bis ich die Kasse wählte, an der schon von Anfang an die wenigsten Kunden waren. Man hatte ich mich geirrt.
Es stellte sich nämlich heraus, dass eine Familie einen Fernseher kaufen wollte, und sich schnurstracks an der Kasse entschlossen hatte, eine zusätzliche Garantie auf das Gerät zu setzen. Die Menge hinter den Elektronikerwerbern war nicht sauer, aber der Kassierer war unter Druck. Selbstredend. Der Fernseher musste mitten auf der Kasse zurückgenommen und dann nochmal verkauft werden. Das ganze zog sich dann 20 Minuten. Kein Witz! Ich erinnerte mich an meine erste Kasse, und der Person die vor mir war. Die war mittlerweile fertig und auf dem Weg nach draußen. Ich dagegen hatte mich um keinen cm bewegt.
Irgendwann ging es dann allerdings weiter, und ich hatte mich dazu entschlossen, zu warten an dieser Kasse. Nicht weil. ich nun eh so viel Zeit verloren hatte, aber weil es eigentlich keinen Unterschied mehr machte. Denn früher oder später wäre die ich eh dran gekommen, also warum stressen. Für einen Abend, an dem ich nichts großes mehr vorhatte? Ich hatte alle Zeit der Welt, und ich hatte was zu tun. Trotzdem wollte ich schnell raus. Und weil ich so schnell raus wollte, habe ich länger gebraucht. Irgendwann war es, irrelevant. Trotzdem wollte ich eine Sache tun, an die niemand sonst an dieser Schlange dachte. Und als ich dann dran war sah ich den Kassierer. Ein junger Mann, wenige Jahre älter als ich, Schweiß seine Stirn zierend. Wunderte mich zugegeben kein Bisschen. Der Kerl muss sich um jeden kümmern, und nicht den Betrieb aufhalten. Gerade wenn sich jemand beschweren sollte, der aber nicht versteht, dass der Typ nicht mal Schuld trägt. Gott sei Danke ist das nicht passiert.
Als ich dann an der Reihe war sagte ich ihm: "Hey man, mach dich mal nicht kaputt, und hab heute einen richtig erholsamen Feierabend bitte, ja?" Zunächst verwundert erzählte er mir eben seinen Stress, wie ich ihn euch nun erläutert habe, aber lächelte und bedankte sich.
Ich für meinen Teil bin mir ziemlich sicher. Die Kasse zu wechseln war die absolut richtige Entscheidung.

Ich hätte stumpf warten können. Geduldig wäre gewesen ja, und früher oder später wäre alles korrekt gegangen. Aber das Entscheidende ist. Auch wenn ich die Kasse nicht gewechselt hätte, der Fernseher würde gekauft. Und hier ist das Interessante. Wir fragen uns so oft "Was-wäre-wenn?". Zugegeben wäre die jetzt nahe liegende Frage: Was wäre gewesen, wenn bei der ursprünglichen Kasse gewartet hätte?

Drehen wir die Frage jetzt mal so, dass sie eher der Tugend eines Helden entspricht ja? Ein bisschen hier und da schreiben und.... Tada! "Was wäre, wenn ich dem Kassierer nicht positiv zugesprochen hätte?"

Habt ihr mal darüber nachgedacht? Nehmen wir mal für eine Minute ein gravierenderes Szenario. Vor circa vier Jahren habe ich eine Prüfung in meinem Studium verhauen, die mich das Studium gekostet hat. Ich habe mich bisher nur ein Mal gefragt, was wohl wäre, wenn ich mein Studium erfolgreich durchgezogen hätte. Ich hätte nie Politikwissenschaften studiert, ich hätte niemals mein Leben überdacht. Ich hätte niemand Vanguard gefunden. Zur Hölle meine Schwester hätte vielleicht niemals ihren bald Verlobten kennen gelernt. Ich hätte meine große Schwester niemals kennen gelernt.

So viele Dinge wären niemals passiert, wenn ich eine Prüfung bestanden hätte. Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen. Etwas, wovon ich dachte, es sei das Beste für mich, hätte mich womöglich mehr gekostet, als es die Sache wert gewesen wäre. Natürlich habe ich wieder viele Jahre in ein neues Studium investieren müssen, aber Zeit ist nicht wertvoll, weil wir sie nutzen, sondern weil wir sie passieren lassen. Auch wenn es die Phasen des Leerlaufs gibt, Krankheiten, Konflikte, ganz gleich.
Wir können nicht jede Minute so leben wie wir wollen, zumindest nicht in dieser Form von Lust. Wenn ihr einen Moment ehrlich zu euch seid, werdet ihr vielleicht merken, dass wir Zeit öfter sogar daran verlieren, dass wir uns an etwas festbeißen. In diesem Sinne möchte ich euch meinen Helden vorstellen. Gut, eigentlich ist er nicht mein Held. Vielmehr jemand, der etwas begriffen hat.

Wenn man mich fragt, dürfte Thomas Edison nicht als der Erfinder glühelektrischen Effekts in die Geschichte verankert werden, sondern als derjenige Mann, der bewiesen hat, dass Misserfolg und Erfolg nichts weiter als das Gleiche ist. Thomas Edison war ein Erfinder, der kein Genie, sondern ehrgeizig, um nicht zu sagen, zielstrebig war. Er scheute keinen einzigen Versuch für Ergebnisse. Aber uns interessiert hier nicht was er tat, sondern wie er es tat. Um es in seinen Worten auszudrücken: "Ich habe nicht versagt. Ich habe nur 10000 Wege gefunden, die nicht funktionieren."

MACHT EUCH EINE SACHE MAL GANZ STARK BEWUSST! EGAL, WAS EUCH IM LEBEN PASSIERT, UND VIELLEICHT PASSIERT EUCH JA AUCH ZUR ZEIT EINFACH NICHTS! Die Welt wird nicht aufhören zu drehen! Beziehung vorbei? Uni verhauen? Stress mit der besten Freundin? Sinn des Lebens? Völlig egal was! Das einzig wahre Ende auf dieser Welt ist der Tod. Und bis es soweit ist, benutzt den Sandkasten, den wir Welt nennen! Macht Fehler! Werdet euch richtig bewusst darüber, was ihr erfolgreich meistert und was nicht! Fehler zu machen heißt nicht, dass man versagt hat, sondern nur dass ein Weg nicht geklappt hat! Und wenn ich gelernt habe, dass ich einen Weg nicht zu gehen habe! Tja dann heißt das doch nur, dass die Wahrscheinlichkeit, den richtigen Weg zu finden, gestiegen ist! Unsere Gedanken und Sinne verblenden uns ausreichend für das, was richtig und falsch ist! Seien wir mal ehrlich. Die Menge an Personen, die aufgeben oder sich eher dem Konsum widmen ist nicht exemplarisch, sondern deutlich höher als die Zahl an jenen, die Kämpfer sind! Aber habt ihr nicht genug , auf andere mit dem Finger zu zeigen und jemandem die Schuld dafür zu geben, das etwas nicht klappt? Oder wollte ihr nicht lieber Fehler akzeptieren und euch in die nächste Chance werfen?

 An sowas wie Perfektion oder der 100 % igen Richtigkeit glaube ich nicht. Allerdings möchte ich an Vertrauen glauben. Vertrauen, dass alles richtig ist und wird. Wenn es einem gut ging hat man auch nicht an die Vergangenheit gedacht und gefragt. Man war dankbar für das was gut war. Also warum sollte ich mir den Kopf darüber zerbrechen, wenn etwas nicht gut läuft anstatt zu vertrauen, dass es besser wird! Es ist nie leicht gesagt, nie leicht getan. Aber wenn man den nötigen Geist hat, und der ist in jedem von uns (!) wird auch dieser Gedanke sich fest einprägen und alles setzen wie es sein soll!

Helden sind nicht unsterblich oder unbesiegbar. Aber wir sollen verdammt sein wenn wir nicht wieder aufstehen um stärker zu werden!!!

Sonntag, 4. September 2016

Erinnerung über Verlust

Was will ich:

  • Ich will von etwas überzeugt sein, und diese Überzeugung nicht verlieren.
  • Ich will Motivation, alles zu schaffen.
  • Ich will irgendwann eine Beziehung mit einer Frau, die ich lieben kann.
  • Ich will immer neue Menschen erfahren! 
  • Ich will wieder ein Deck haben, mit dem ich spielen kann.
  • Ich will ein Spiel, das mich in seinen Bann zieht und beschäftigt.
  • Ich will meine Gefühle zum Ausdruck bringen können.
  • Ich will ehrlich sein Zu anderen und zu mir.
  • Ich will mit Schmerz, Trauer und Leid genauso umgehen können wie mit positiven Dingen im Leben.
  • Ich will wieder mit dem Wunsch im Herzen leben, ein Held zu sein.
  • Ich will wieder überzeugt von etwas sein, um andere überzeugen zu können!
  • Ich will mir nicht zu viele Gedanken um die Welt machen, sondern leben!
  • Ich will ein Teil der Welt sein, aber kein Gefangener des Konsums!
  • Ich will mit meiner Familie am Esstisch sitzen können, ohne Angst zu haben!
  • Ich will von meinem Vater den Respekt bekommen, und von meinen Eltern ernst genommen werden.
  • Ich will ein gutes Verhältnis zu meinem Gott, eine so starke Bindung, die immer wieder entsteht.
  • Ich will, dass meine Mutter ihre Schwierigkeiten überwinden kann!
  • Ich will, dass die Menschen auf der Welt glücklich und vernünftig sein können!
  • Ich will, dass alle Menschen Freunde sein können!
  • Ich will unterscheiden können, zwischen richtig und falsch!
  • Ich will nicht alles engstirnig sehen, sondern offen sein!
  • Ich will alles unter Dach und Fach kriegen, wo es Widersprüche gibt!
  • Ich will zeigen können, wer mir was bedeutet!
  • Ich will zunehmen, aber nur etwas halt.
  • Ich will nicht schwach sein!
  • Ich will weniger ängstlich sein!
  • Ich will das Leben nicht verstehen, aber ich will es akzeptieren können!
  • Ich will wieder Musik hören, und dabei motiviert werden!
  • Ich will Menschen wieder helfen können!
  • Ich will meine Berufung entdecken!
  • Ich will eines Tages Ed O'neil treffen!
  • Ich will ein Anführer werden!
  • Ich will ein Abenteuer erleben!
  • Ich will etwas an mir entdecken, was mich einzigartig macht!
  • Ich will einhalten, was ich mir vornehme!
  • Ich will gut schlafen können, essen können.
  • Ich will keine Angst unter der Dusche haben, warum überhaupt?
  • Ich will dreckigen Sex, aber so richtig dreckig!
  • Ich will lernen, dass Gott meine Priorität ist!
  • Ich will, dass mein Buch verfilmt wird, und daraus ein Spiel entsteht!
  • Ich will meinen Freunden dazu verhelfen, dass sie ihr Glück finden!
  • Ich will nach den größten Sternen greifen!
  • Ich will, dass auch meine Freunde, Feinde und Fremde ihre Schwierigkeiten überwinden!



Was will ich nicht:


  • Ich will nicht, dass ich zu Dingen gezwungen werde, die ich nicht vertreten kann!
  • Ich will nicht streiten.
  • Ich will nicht, dass wegen mir Menschen verletzt oder traurig werden.
  • Ich will nicht, dass ich mich in meinen Gedanken und Ängsten verlieren.
  • Ich will nicht, dass ich meine Ziele aus den Augen verliere.
  • Ich will nicht, dass ich mich gehen lasse!
  • Ich will nicht, dass ich von meiner Vergangenheit eingeholt werde!
  • Ich will nicht Schwäche zeigen, müssen!
  • Ich will nicht, dass ich Angst habe, Schwäche zu zeigen!
  • Ich will nicht, dass in Langeweile gerate.
  • Ich will nicht, dass ich mich immer weiter von Gott entferne, von Dingen, die mir was bedeuten.
  • Ich will kein Eisblock sein!
  • Ich will nicht, dass die Menschen auf den Straßen traurig sind!
  • Ich will nicht, dass es meiner Familie schlecht geht!
  • Ich will nicht, dass meine Familie ohne Freunde leben oder sterben muss!
  • Ich will nicht ständig Angst um mich haben!
  • Ich will nicht weinerlich sein! Kein Pussymodus!
  • Ich will nicht andere verletzen, damit ich an meine Ziele komme!
  • Ich will kein Mitleid von anderen!
  • Ich will mich nicht davon fertig machen, dass ich noch am Anfang meiner Reise bin!
  • Ich will nicht in Leerlauf versinken!
  • Ich will nicht, dass mir die Kraft fehlt zu sagen, was ich denke und fühle!
  • Ich will kein Macho sein, kein Arschloch, sondern alle Stärken und Schwächen verbinden und daraus etwas einzigartiges machen, mich selbst!
  • Ich will nicht vergessen, dass ich für Dinge dankbar sein kann, die ich habe!
  • Ich will nicht in Kategorien gestuft werden!
  • Ich will nicht Anerkennung in anderen suchen müssen!
  • Ich will nicht zu einer Witzfigur werden.
  • Ich will meine Mutter nicht weinen sehen.

Wenn es eines gibt, was ich nicht vergessen will, dann sind es die obigen Zeilen. Sie definieren mich, Sie sind mein Leben! Diese Zeilen kamen mir in Erinnerung als ich mich beinahe am vergessen war. 
Ich möchte euch nur ein Mal mein Heldentum zeigen. Gebt euch niemals auf. Ich finde keine Worte dafür, wie grausam es sein kann, nicht man selbst zu sein. Deshalb sei wer du bist und sein willst. Gib deine Meinung nicht auf. SCHREI SIE LAUTHALS IN DIESE WELT!

Samstag, 13. August 2016

Gehe über deine Ziele hinaus!

Ich wohne auf einer Hauptstraße. Grammatikalisch komplett falsch. Ich habe eine Wohnung, die sich auf einer Hauptstraße befindet. Deutlich besser. Eine alte Dame lebt ebenfalls in dieser Nachbarschaft. Den Nachmittag verbringt sie meist damit um den Block zu spazieren, Einkäufe zu erledigen oder Zeitung in einem nahe liegenden Restaurant zu lesen. 
Dieser Frau ging es in den letzten Wochen nicht sonderlich gut. Als mir das irgendwann auffiel hielt ich es für die einzig richtige Entscheidung sie zu fragen, was los ist und wie es ihr geht. Um ehrlich zu sein ist, bzw. wirkt die Frau von Natur aus eher grimmig, daher kostete mich das ein Stück weit Überwindung. Aber hey, was tun wir nicht alles für das Wohlsein anderer! 
Sie erzählte, wie sie eine gute Freundin durch einen Streit verloren hatte, und darüber, wie leer sie sich seither fühlt. Sie gab sich die Schuld für den Streit. 
Da sie niemanden außer dieser Freundin hatte, wollte ich zumindest ein wenig für sie da sein. Bis es ihr etwas besser ging. Das tat ich dann auch. Hörte mir ihre Sorgen an, was sie tat und wie ihre Tage so vergingen. Irgendwann erzählte sie dann, dass es ihr besser ginge und dass sie doch dankbar war für meine Gesellschaft. 

Zunächst hatte ich mich sehr darüber gefreut, dass es ihr besser ging, zumal ich mir dadurch in einer sehr tatenlosen Zeit etwas bedeutsamer vorkam. Nun kommen wir zum Klimax der kurzen Erzählung. Am Mittwoch unterhielten wir uns ein wenig. Und da erzählte sie mir, wie sie wohl Probleme mit ihrem Nachbar habe. Ich hörte ihr zu, bis sie dann eine entscheidende Sache sagte. Sie schob das Verhalten ihres Nachbarn, der wohl irgendwas mit ihrer Haustür gemacht hatte, darauf zurück, dass er Ausländer sei. Punkt. Da war es für mich vorbei. Ich ging nach Hause und hatte seit sehr langem wieder ein Gefühl von immenser Trauer. Das war nicht wie wenn man sich streitet, sondern ein Gefühl von. Enttäuschung ist das passende Wort. 
Als seit eine Hautfarbe oder Herkunft Indikator dafür, dass man Verbrecher wird oder nicht! Das ist nicht lache! Verbrecher werden gemacht durch Menschen, die so über sie reden oder erst eine Mentalität von Perspektivlosigkeit schaffen! 
Lange dachte ich über ihre Worte nach, und darüber, wie viele eigentlich so denken mussten. Wie leicht es doch einem Fallen konnte primitive Fehlkausalitäten zu kredenzen, um etwas zu haben, was einem mehr Sinn verleiht. Mein Kopf, einem Automatismus gleichend, arbeitete nicht im Ansatz damit sich zu fragen ob sie Recht hatte, sondern eher, warum man nur so denken konnte. 

Und genau an dem Punkt habe ich einen entscheidenden Fehler in meinem Denken gemacht. Diesen möchte ich euch mit einer Szene skizzieren. Wenn ihr sie kennt, umso besser ! Klickt hier
Ich habe immer geglaubt, dass Stärke bedeutet, daran zu glauben, dass man allem trotzen kann. Noch immer ist das mein Glaube. Aber je älter man wird, je weiter man geht, desto mehr Kampf findet vor und in einem statt. In der Szene wird oft davon gesprochen, wie einen die Welt runterziehen kann, kaputt machen kann. Aber hier gilt es zu realisieren. Es geht hier nicht um die Oma aus meiner Geschichte, oder irgendwelche politische Meinungen die für einen zu viel sind. Der Kampf fängt schon in einem selbst an, und er zieht sich richtig lang. Ob ihr Freunde oder Familie habt, die euch schwächen, auch da ist Kampf. Ob ihr Dinge erkennt, auf die es im Leben eher ankommt, und manch einer euch zurückdrückt weil er das noch nicht versteht, auch da ist Kampf. 

Drei Jahre nun schreibe ich hier meine wichtigsten Erkenntnisse. Und nach drei Jahren, die verflucht und wunderbar lange waren merke ich, dass mein Herz sich seit dem ersten Tag nicht zu schlagen verändert hat. Ich will niemanden anlügen. Wenn wir eine Sekunde tief durchatmen und mal Pause machen, dann werden wir realisieren, was wir im Leben haben, und wie viel eigentlich schief läuft. Dass der Großteil vor Ängsten davon läuft, falsche Prioritäten wie materiellem eher zuspricht als geistiger Gesundheit und Vernunft. Ich muss mich nur ein mal durch meine Telefonkontakte wuseln um all das ein Mal zu sehen. Umso schlimmer ist es, dass all diese Menschen glauben, die Welt verstanden zu haben. Wir leben in einer Welt, wo wir für Rechte von Frauen, Ausländern, Homosexuellen etc kämpfen müssen, nur deswegen, weil es genug Menschen gibt, die einen Grund haben, diese Gruppen zu degradieren. Wir haben soziale Netzwerke wo jeder Idiot ohne Gedanken an mögliche Konsequenzen seine Meinung publiziert.
Und diese Leute sind es, aufgrund derer schüchterne oder sensible Personen sich nicht trauen, im Leben weiter zu kommen. Wo begabte Jugendliche ihren Pfad abbrechen, oder voll Euphorie geladene sich benebelnder Banalitäten hingeben. 

Als ich vor einigen Tagen einen Spaziergang führte sagte mir ein guter Mann: "Im Leben ist eigentlich alles eine Art Geschenk, oder sogar geliehen. Wir müssen alles irgendwann zurückgeben. Ich kann mich nicht auf etwas stützen und sagen, das sei für die Ewigkeit oder habe ich mir erarbeitet, wenn ich in Wahrheit doch nur Dankbarkeit zeigen sollte für alles, was ich in meinen Etappen erfahren darf. Wenn wir sterben, nehmen wir nichts davon mit. Was bleibt dann, außer froh über das zu sein, was man gerade haben darf?" 
Du bist, nicht unsterblich, und nicht das Zentrum der Welt. Die Welt wird nicht untergehen, weil man nicht mehr ist, und drehen wird sie sich auch noch. Im Gegensatz zum Tod aber kannst du dich auf dein Leben vorbereiten. Der Tod ist nicht das Ende, sondern nur ein neuer Abschnitt, auf den wir nicht ansatzweise wirken können. Und das ist okay. Unsere Sterblichkeit ist ein Geschenk, weil es uns Dinge wie Wert erst zu erkennen ermöglicht. Das Verständnis dafür, egal wann man es erlangt, ist eines der größten Geschenke, die man erhalten kann. Der Tod ist keine Ausrede  dafür, sich wie ein Idiot zu verhalten, rücksichtslos oder unvernünftig zu leben. Es ist viel mehr die Chance für eine Perspektive. Die Perspektive, nicht immer wieder neu anfangen zu können, sondern sein bestes zu tun.
Es reicht nicht, ein Mal verstanden zu haben, worauf es ankommt. Wir werden nicht damit geboren, fehlerlos voran zu schreiten. Wir werden so oft Fehler machen, oder durch Fehler anderer zu Boden gehen müssen. Aber wollen wir dann auf dem Boden bleiben? Möchtest du aufgrund eines schlechten Lebensabschnittes einfach aufgeben? 

Und mal unter uns. Ich schreibe das nicht als jemand, der hinter dem PC voller Selbstbewusstsein und glühender Leidenschaft berichtet. Im Gegenteil. Ich bin wie jeder andere auch, nur ein Typ. Jemand mit Träumen und Wünschen, der einfach seinen Platz finden möchte. Gute Arbeit haben möchte, Kinder, eine tolle Familie. Der eine Frau ausführen will, als gäbe es den Tag darauf nicht. Der mit seinen Freunden die Zeit seines Lebens verbringen will, weil der gestrige Tag nicht wieder kommt. Aber so ist das Leben nicht. Das Leben kommt nicht mit Tagen voller Freude. So wünschenswert es ist, konfliktfrei zu leben so unrealistisch ist es! 

Ich möchte dich mit einer Sache beruhigen. Und mehr als das kann ich dir leider nicht mitgeben. Aber es wird dich sehr reich machen, wenn auch nicht sofort. Du hast die Wahl! Du hast die Wahl dich dem Dreck der Welt zu untergeben oder BESSER zu sein! Du kannst dich bewusst für Schwäche oder Stärke entscheiden und das Beste aus allem machen! Es wird so viele Etappen geben, die man überwinden muss, und mal wird es leichter und schwerer sein! Aber das ist einfach keine Ausrede dafür, dass man nachgibt oder die Dinge gleich besser sind! Probleme bedeuten nicht im Umkehrschluss, aufgeben zu müssen! Und Aufgeben, das fängt an so vielen Stellen schon an. Wo man sich gegen seine Prinzipien verhält, oder man langsam einfach man so handelt als sei man wer anders! Ich meine hierbei gar nicht, dass man nicht hinterfragt, was man tut, sondern dass man wie ein Automat wird! 
Ich habe die Wahl zu erkennen, wer ich bin! Ich bin nicht die Frau, die Ausländer beschimpft. Ich bin nicht der Typ, der sich betrinkt, oder der ignoriert, was links und rechts von ihm geschieht! Ich bin nicht der Typ, der vor Herausforderungen davon rennt, und nicht der Typ der nein zu Chilly Cheese Nuggets sagt! 
Die Enttäuschungen, die ich spüre kann ich genau so gut in Erkenntnisse darüber umwandeln, wie ich zu einem Mann und besseren Menschen werde! Deshalb bringt es nichts, wenn wir dem erlegen, an dem wir schwach werden! Mach jede Schwäche zu einer neuen Stärke! 

Wenn du etwas tust, dann gib alles dabei, und zweifle nicht an deiner Tat! Denk über sie nach, aber bereue sie nicht! Bereue, was du nicht tust, aber nicht, was du tust! Wenn du nicht zu 200 % hinter dem stehst, was du tust, dann tu es einfach nicht! Lass dich nicht runterreden von dir selbst oder IRGENDWEM! Wenn du etwas kannst, dann gib alles damit, mach das beste draus! Du zeichnest gut? Du bist im Schreiben besonders begabt? EGAL WAS DICH DAVON ABHÄLT DAMIT WEITER ZU MACHEN! BESIEGE DIESE BARRIERE VERDAMMT! Verpasse nicht was du damit schaffen und bewegen kannst! Ob dich oder andere! 

Ich habe in Momenten der Schwäche oft ein Bild. In diesem Bild sehe ich mich, wie ich von allen, die an mich glauben, aufgefangen werde. Freunde oder Familie oder Bekannte, egal wer! Und ich möchte dir dieses Bild so gerne ans Herz legen! Stell dir bewusst diejenigen vor, die deinen Fall verhindern, und dich hochziehen! Denn wenn du um deinetwillen nicht ausreichend Power hast, DANN DENK ZUMINDEST AN DIEJENIGEN, DIE NOCH IMMER AN DICH GLAUBEN! An alle, die dich trotz deiner Veränderungen, Schwäche und Momente von Kraftlosigkeit als eine starke Person sehen, die du vielleicht nicht zur Zeit siehst! Solange eine einzige Person an dich glaubt, ist es egal ob du selbst an dich glauben kannst! Denn solange diese Voraussetzung gegeben ist, WIRST DU DICH IMMER WIEDER FINDEN. Es wird egal sein, wie hart diese Welt zuschlagen kann. Und nicht, weil du besser bist, sondern weil du schon immer gut genug warst, um allen zu trotzen! 

Ich bin Philip Karajan! Und mein Lebensziel besteht in meinem Glauben! In meinem Wunsch, etwas zu bewegen! Und das bedeutet nicht, das Bewusstsein der Welt um 180° zu drehen! Sondern zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Not zu stillen, wo sie dominiert! ICH SCHEIßE komplett auf First World, auf die Gefüge, von denen Leute behaupten, so funktioniere die Welt! Ohne meinen Glauben gleicht mein Leben einem Tod. Ich will dir die Hand geben und dir hoch helfen! Ich will dir zusprechen, in deinen dunkelsten Stunden! Und dafür habe ich es mir zum Ziel gesetzt nicht besser zu sein als irgendwer, sondern gut genug und darüber hinaus, dieser Welt und allem zu trotzen, was sie dir vor die Beine wirft! Für eine Welt, in der jeder lächeln darf. In der Streit und Gewalt keine Option ist! Wo wir frei von Vorurteilen leben! Das ist mein Lebensweg! Und auch wenn er nicht bedeutet, reich zu werden, anerkannt oder einen Namen in der Öffentlichkeit zu haben. Scheiß egal! Denn es gibt Dinge, die sind wichtiger! Und egal, was dein Ziel ist! Brich alles, was dich im Ansatz davon abhält es zu erreichen! Du wirst das schaffen!!!!